Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörungen im Erwachsenenalter. Allein in Deutschland sind circa 1,8 Millionen Menschen betroffen.
Vorhofflimmern wird ganz unterschiedlich erlebt. Manche Menschen bemerken zunächst ein gelegentliches Herzstolpern. Andere leiden unter Herzrasen, Luftnot oder einer verminderten Belastbarkeit. Manchmal verursacht die Rhythmusstörung so wenig Beschwerden, dass sie nur durch Zufall entdeckt wird. Doch auch dann gilt: Vorhofflimmern sollte immer ernst genommen werden. Denn je nach persönlicher Situation kann es unter anderem das Risiko für einen Schlaganfall oder eine Herzschwäche erhöhen. Umso wichtiger sind eine präzise Diagnostik, eine individuell abgestimmte Therapie und eine kontinuierliche Betreuung.
Für die Qualität einer solchen spezialisierten Versorgung gelten klare medizinische Anforderungen.
Das St.-Antonius-Hospital Eschweiler ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Vorhofflimmer-Zentrum im September 2026 erstzertifiziert worden. Damit bestätigt die Fachgesellschaft, dass unsere Strukturen, die technische Ausstattung, die Behandlungsmöglichkeiten und die Abläufe diesen festgelegten Qualitätsanforderungen entsprechen.
Für uns ist diese Zertifizierung vor allem eines: eine Bestätigung unserer Arbeit und gleichzeitig ein Ansporn, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Eine Standardlösung gibt es bei Vorhofflimmern nicht. Entscheidend ist vielmehr, wie sich die Rhythmusstörung bei der jeweiligen Patientin oder dem jeweiligen Patienten zeigt, welche Vorerkrankungen bestehen und welche Ziele mit der Behandlung erreicht werden sollen.
Genau hier setzt unser Behandlungskonzept an. Wir nehmen uns Zeit für eine umfassende Diagnostik und betrachten nicht nur das EKG oder einzelne Untersuchungsergebnisse. Auch Beschwerden, Begleiterkrankungen, Risikofaktoren und die persönliche Lebenssituation fließen in die Therapieentscheidung ein.
Je nach Befund kann eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Bei Patientinnen und Patienten mit ausgeprägten Beschwerden oder wenn Medikamente nicht gewünscht oder nicht vertragen werden, kann eine Katheterablation infrage kommen. Gemeinsam besprechen wir, welcher Weg im konkreten Fall sinnvoll ist.
Dabei arbeiten die beteiligten Fachbereiche unseres St.-Antonius-Hospitals eng zusammen. Von der Diagnostik über die interventionelle Behandlung bis zur Nachsorge greifen die einzelnen Schritte ineinander. Das schafft kurze Wege und ermöglicht eine Betreuung, die sich am Verlauf der Erkrankung orientiert und nicht an einem starren Behandlungsschema.
Dr. med. Arnd Christoph
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