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Portalpraxis Eschweiler verbessert Notfallversorgung

In der ambulanten Notdienstpraxis am St.-Antonius-Hospital (SAH) Eschweiler versorgen niedergelassene Ärzte täglich abends, an Wochenenden und Feiertagen Erkrankte aus der Region. Ab Donnerstag, den 16. Juli, wird sich diese Akutversorgung noch weiter verbessern: Dann setzt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein gemeinsam mit der Klinik vor Ort das kooperative Konzept der „Portalpraxis“ um. Die bislang in separaten Räumen des St.-Antonius-Hospitals ansässige KV-Praxis wird direkt in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Hauses integriert.

Zusammenarbeit „Seite an Seite“ bringt Synergieeffekte
Durch die künftig wesentlich enger verzahnte Zusammenarbeit von Niedergelassenen und Klinikpersonal können Patientinnen und Patienten zügig in die richtige Versorgungsstruktur (entweder ambulant oder stationär) geleitet und bei Bedarf auch jederzeit innerhalb der medizinischen Teams besprochen werden. Das ist ein großer Vorteil, nicht nur an hochfrequentierten Wochenenden und Feiertagen. Gleichzeitig wird das Klinikpersonal von der Versorgung leichterer Beschweden entlastet.

„Ich freue mich, dass wir nun auch in Eschweiler das Portalpraxen-Modell für eine zukunftsgerichtete Notfallversorgung etablieren können. Ziel ist es, die ambulante und stationäre Versorgung noch enger zu verzahnen und Synergieeffektein der Patientenversorgung zu nutzen“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Auch die Verantwortlichen des St. Antonius-Hospitals begrüßen die intensivierte Form der künftigen Zusammenarbeit: „Mit der integrierten Portalpraxis schaffen wir eine moderne und patientenorientierte Notfallversorgung. Durch die enge Zusammenarbeit von Krankenhaus und Kassenärztlicher Vereinigung können Patientinnen und Patienten schneller in die richtige Versorgung gelenkt und die Notaufnahme gezielt entlastet werden", erklären die beiden SAH-Chefärzte Thorsten Mülly und Thomas Scholl.

Weichenstellung am gemeinsamen Tresen
Schon bei der Anmeldung wird künftig an einem gemeinsam von KV- und Klinik-Personal besetzten Tresen entschieden, ob Erkrankte aufgrund ihres Gesundheitszustandes in ambulant oder stationär versorgt werden müssen. „Durch die unmittelbare räumliche Nähe profitieren Erkrankte von einer noch besseren Orientierung sowie kurzen Wegen zu den jeweiligen Ärztinnen und Ärzten – das ist für alle Beteiligten ein zusätzlicher Gewinn“, ergänzt Dr. med. Maria-Elisabeth Plum-Schunk, Vorsitzende der KV-Kreisstelle Aachen Land.

Für die ambulante Akutversorgung durch diensthabende Haus- und Fachärzte stehen künftig zwei Behandlungsräume zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen großzügig gestalteten Anmelde- und Wartebereich. Insgesamt leisten in der Portalpraxis
Eschweiler rund 120 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus der Region wechselweise ihre vertragsärztlichen Notdienste.

Ärztliche Hausbesuche weiterhin über Hotline 116 117
Von der Weiterentwicklung zur Portalpraxis und dem Umzug in die ZNA unberührt ist die Versorgung bettlägeriger und nicht mobiler Patientinnen und Patienten in der Region, die die Einrichtung nicht selbstständig aufsuchen können. „In diesen Fällen kann über die kostenlose Service-Rufnummer für die ambulante Versorgung, 116 117, weiterhin ein ärztlicher Hausbesuch erfragt werden“, erklärt Dr. med. Carsten König, stellvertretender KV Vorsitzender.

Die Öffnungszeiten der Portalpraxis Eschweiler lauten weiterhin:

Montag, Dienstag, Donnerstag: 19 bis 22 Uhr,
Mittwoch, Freitag: 14 bis 22 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertage, 24.12., 31.12., Rosenmontag: 8 bis 22 Uhr