Hybrid-OP

Hybrid-OP: High-Tech auf 51 qm

In Eschweiler steht einer der modernsten Operationssäle in der Region. Im neuen gefäßchirurgischen Hybrid-OP kann gleichzeitig diagnostiziert und therapiert werden und das betrifft sowohl offen-chirurgische Behandlungen als auch Katheter-basierte minimal-invasive Therapieverfahren nach modernsten Standards. Dies hilft den Ärzten bei ihrer Arbeit im OP, vor allem aber den Patienten.

Wer bei dem Begriff „Hybrid“ zunächst an ein Auto denkt, liegt gar nicht so falsch. Denn das aus dem Griechischen stammende Wort bedeutet „aus Verschiedenem zusammengesetzt“. Und so wie das Hybrid-Fahrzeug aus einer Kombination von zwei verschiedenen Antriebssystemen besteht, so verbindet auch der gefäßchirurgische Hybrid-Operationssaal zwei unterschiedliche Behandlungs-Methoden.

Zum einen ist es möglich, offen-chirurgisch zu operieren, also mit einem Schnitt von außen, durch den das erkrankte Gefäß direkt sichtbar wird und behandelt werden kann. Zum anderen können unsere operateure minimal-invasiv arbeiten und verzichten dabei auf einen großen Schnitt. Stattdessen wird das Gefäß lediglich durch die Haut punktiert und das Problem mittels verschiedener Katheter-basierter Verfahren in der Blutbahn selbst beseitigt. Währenddessen beobachten die Mediziner auf einem 48 Zoll messenden Bildschirm, was sie tun.

Bei vielen Eingriffen ist der kombinierte Einsatz beider Verfahren zum Wohle des Patienten notwendig. Dass dies nun auch zeitgleich möglich ist, bietet der Gefäßchirurgie völlig neue Therapieoptionen. Durch die zur Verfügung stehenden Ausrüstung ist es möglich, die für den Einzelfall beste Behandlungsmethode zur gleichen Zeit am gleichen Ort anzuwenden. Davon profitiert der Gefäßpatient. Außerdem kommen diese Möglichkeiten u.a. auch Unfallopfern mit komplizierten Verletzungen zu Gute. Denn dann zählt jede Sekunde.

Grundlage für diese therapeutische Flexibilität ist eine integrierte Hochleistungs-Angiografie-Anlage mit einem hochmodernen beweglichen Röntgenarm, der fortlaufend detaillierte, drei-dimensionale Bilder des Herzens und der Gefäße liefert. Diese Bildgebung stellt sicher, dass gleichzeitig diagnostiziert und operiert werden kann, was die Eingriffe schneller und schonender werden lässt und damit den Heilungsprozess beschleunigen kann. Zugleich werden spätere Komplikationen oder mögliche Folgeoperationen vermieden. Die Größe der Bilder sorgt außerdem dafür, dass weniger häufig geröntgt werden muss und die Strahlenbelastung für Patient und Mitarbeiter deutlich reduziert wird.

Im Zentrum des ca. 51 qm großen, hypermodernen OPs dominiert ein spezielles und besonders flexibles Tischsystem, an dem Angiologen, Radiologen und Gefäßchirurgen Hand in Hand zusammenarbeiten. Das Haupteinsatzgebiet sind Stentprothesen-Implantationen, wie etwa bei Bauch- oder Brustschlagaderaneurysmen oder Verletzungen der Hauptschlagadern. Hinzu kommt die Behandlung von Verschlussprozessen in den Arterien, welche die Gefäßchirurgen gemeinsam mit der Angiologin und Oberärztin Sigrun Rist durchführen.

Euregio-Gefäß-Zentrum

St.-Antonius-Hospital gGmbH

 

Leitung

Professor Dr. med. Michael Gawenda

 

Anmeldung Gefäßchirurgie

  • 02403 76 -1811 
  • 02403 76 - 1886

Anmeldung Angiologie

  • 02403 76 -1299
  • 02403 76 -1374

 

Kontakt für Notfälle

  • 02403 76 -1201
  • 02403 15893

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