Behandlungsangebot

Bariatrische Chirurgie

Operative Therapie der Adipositas

Die operative Behandlung von Adipositas ist sehr oft die einzige und beste Therapie, um die Erkrankung zu beherrschen. Insbesondere dann, wenn bisherige Maßnahmen ohne dauerhafte Gewichtskontrolle erfolglos waren. Bevor man sich für einen operativen Eingriff entscheidet, verordnen die Fachärzte zunächst eine strukturierte, professionell erarbeitete und begleitete multimodale Therapie zur Gewichtsabnahme. Sie wird über mindestens sechs Montate durchgeführt und besteht aus einer Kombination aus Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und manchmal auch Verhaltens- und Psychotherapie. Ziel dieser Vorbereitungsphase ist es, die Patienten auf eine veränderte Lebensführung nach einer Operation vorzubereiten (Weitere Infos auch unter Voraussetzungen).

Oft ist diese konservative Therapie dauerhaft erfolglos, so dass eine Operation notwendig wird. Es gibt verschiedene Methoden der bariatrischen Chirurgie, den Adipositas-Patienten auf operativem Weg zu einer Gewichtsreduktion zu verhelfen. Im St.-Antonius-Hospital werden alle etablierten Eingriffe – einschließlich Zweiteingriffe – durchgeführt: Magenbypässe, Magenschlauch, Magenband, Redo-Operationen.

Alle Eingriffe werden minimalinvasiv durchgeführt. Die Patienten können von ihrer Operation erwarten, dass sie zwischen 60 % und 80 % des Übergewichts in den ersten 1 - 2 Jahren verlieren und das erreichte Gewicht dann auch dauerhaft halten.

Beim Magenbypass wird der Magen verkleinert, so dass nur noch eine geringe Menge Nahrung verzehrt werden kann.
Zusätzlich wird der obere Bereich des Dünndarms umgeleitet, wodurch nur ein Teil der Nahrung zerlegt und aufgenommen werden kann.

Eine Magenband-Operation erfüllt den Zweck, die tägliche Nahrungsaufnahme zu begrenzen. Dazu wird ein verstellbares Silikonband um den oberen Teil des Magens gelegt.
Es entsteht ein sogenannter Vormagen, der sich bei der Nahrungsaufnahme zuerst füllt und ein sehr schnelles Sättigungsgefühl herbeiführt.

Durch eine Magenschlauch-Operation werden ungefähr neunzig Prozent des Magens entfernt und es verbleibt nur noch ein kleiner schlauchförmiger Restmagen.
Durch diesen Eingriff wird außerdem die Magensäureproduktion vermindert und der Spiegel des "appetitanregenden" Ghrelinhormons gesenkt.