Aktuelles

St.-Antonius-Hospital Eschweiler expandiert in der Frauenheilkunde - Aufstockung von Personal und OP-Kapazitäten

Einzige operative Frauenklinik im Altkreis Aachen

In Deutschland erkranken jährlich rund 11.000 Frauen an Gebärmutterkrebs, 70.000 an Brustkrebs und fast 8 Millionen sind von Harninkontinenz betroffen. Nüchterne Zahlen hinter denen sich menschliche Schicksale verbergen.

„Wir sind froh, dass wir in unserer Region einen großen Beitrag in Sachen Frauengesundheit leisten können“, so Chefarzt Dr. medic. Ion-Andrei Müller-Funogea, Leiter des RegioNetzwerks für die Frau am Standort Eschweiler. „Seit April sind wir die einzige operative Frauenklinik im Altkreis Aachen. Um den steigenden Patientinnenzahlen gerecht zu werden, bauen wir laufend unsere Fachkompetenz aus. So werden wir ab sofort sowohl unsere OP-Kapazitäten mit einem zweiten OP-Saal erweitern als auch unser Personal weiter aufstocken. Wir freuen uns, dass wir unter anderem den früheren Chefarzt Professor Dr. Christian Karl wieder für unser Team gewinnen konnten.“

„Als wir in 2016 gemeinsam mit dem Stolberger Krankenhaus im RegioNetzwerk für die Frau unsere Kompetenzen bündelten, war unser Hauptanliegen, die maximale Versorgungsqualität für die Frau in unserer Region zu gewährleisten“, sagt Elmar Wagenbach, Geschäftsführer der St.-Antonius-Hospital gGmbH. „Von dieser einzigartigen Qualitätsoffensive profitiert nun jede einzelne Frau in der Region, da wir hier in Eschweiler das komplette Spektrum der gynäkologischen OP unter einem Dach anbieten.“

Das St.-Antonius-Hospital ist mit den Fachkliniken für Frauenheilkunde, Urologie, Onkologie, Allgemeinchirurgie und Proktologie sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie interdisziplinär bestens aufgestellt und prädestiniert, gynäkologische Eingriffe auf sehr hohem Niveau durchzuführen.

Bei der Behandlung von Brustkrebs zählt das Eschweiler Krankenhaus zu den führenden Häusern, denn dort ist das von der Deutschen Krebsgesellschaft und vom Land NRW zertifizierte Euregio-Brust-Zentrum samt Plastischer Chirurgie ansässig und bietet den an Brustkrebs erkrankten Frauen die bestmögliche Versorgungsqualität unter einem Dach.

Die gynäkologische Onkologie nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Mittlerweile kann dank moderner Methoden - wie die endoskopischen Operationstechniken, sogenannte „Schlüssellochoperationen“ - bei Eingriffen an Gebärmutter, Eileiter und Eierstock in den meisten Fällen auf einen Bauchschnitt verzichtet werden. Dadurch werden die Wundflächen des Bauchraumes minimiert und die Schmerzen danach so gering wie möglich gehalten. Dies erspart den Frauen langwierige Heilungsprozesse.
„Mit Dr. Müller-Funogea haben wir einen absoluten Experten im minimal-invasiven Bereich in unseren Reihen. Als einer der wenigen gynäkologischen Chirurgen in Deutschland operiert Müller-Funogea nach der sogenannten Petros-Goeschen-Methode, einem schonenden Verfahren zur Rekonstruktion des Beckenbodens, überwiegend unter Erhaltung der Gebärmutter“, so Wagenbach.

Einen weiteren interdisziplinären Schwerpunkt bildet das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum, das sich aus einem Expertenteam der Urologie, Gynäkologie und Allgemeinchirurgie (Proktologie) zusammensetzt. Dort werden Patientinnen, die unter Störungen im Beckenbodenbereich und dadurch verursachten unkontrollierten Harn- und Stuhlverlust leiden, ganzheitlich versorgt. Dazu arbeiten die Ärzte mit auf Beckenbodenprobleme spezialisierten Physiotherapeutinnen und Ernährungsberaterinnen zusammen.

„Qualitäten forcieren in fachübergreifender Zusammenarbeit, das ist die Zukunft des Krankenhauswesens. Wir sind froh, dass wir mit unserem gynäkologischen Behandlungsangebot am Standort Eschweiler einen großen Beitrag für die gesamte Region leisten können“, so Elmar Wagenbach.