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Im Fokus: Bluthochdruck und was man dagegen unternimmt

Bluthochdruck-Gefahren lassen sich minimieren. So das Referenten-Team (v.r.) Dr. Rolf Dario Frank, Helmut Schroeter, Dr. Paul-Hubert Wilhelms, Rita Jochims und Norbert Schallenberg (Foto: SAH/Paul Santo-si)

Medizinische Info-Veranstaltung im Talbahnhof gut besucht

Erstaunlich, dass trotz der großen Hitze so viele Besucher am Mittwoch, 26. Juni 2019 den Weg in den Talbahnhof fanden. Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger wollten es ganz genau wissen: was sind die Ursachen für die „Schleichende Gefahr Bluthochdruck“ und was lässt sich dagegen unternehmen? Die Veranstaltung des St.-Antonius-Hospitales (SAH) wurde moderiert von Helmut Schroeter von der AOK und begleitet vom Medienpartner SuperSonntag.

Moderne Diagnostik und Therapie-Optionen

PD Dr. med. Rolf Dario Frank, Oberarzt der Inneren Medizin am St.-Antonius-Hospital, Norbert Schallenberg, Oberarzt der Frühreha und des EuregioRehaZentrums, Dr. Paul-Hubert Wilhelms, niedergelassener Arzt aus Eschweiler sowie Diabetes- und Ernährungsberaterin Rita Jochims wussten Fundiertes zu berichten. Es ging unter anderem um die richtige Mess-Methode und welche medikamentösen Möglichkeiten der Einstellung es gibt. Einen Ausblick in die Zukunft wagte Dr. Frank. Bei einigen Hypertonikern kann die Blutdruckhöhe auch mit unterschiedlichen Medikamenten nicht gesenkt werden. Hier eröffnen aktuelle Studien über die Erfahrung mit einem Stimulations-Instrument, einer Art Schrittmacher, neue Perspektiven.

Basis-Maßnahmen

Trotz aller moderner Technik sei, so Norbert Schallenberg, der konventionelle Ansatz zur Blutdrucksenkung nach wie vor ein probates Mittel. Dazu gehöre eine Veränderung des Lebensstiles, der weitgehende Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie geplante, strukturierte Bewegung und körperliches Training. Auch der Ersatz von Kochsalz, das wir ohnehin bereits in erhöhten Mengen in unserer täglichen Nahrung aufnehmen, gehöre laut Ernährungs-Spezialistin Rita Jochims unbedingt mit in den Aktionsplan. Fünfzig Prozent aller Herzinfarkte und Schlaganfälle, so der Hinweis der Fachleute, seien vermeidbar, wenn rechtzeitig etwas unternommen werde.