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HPV-Impfung bei Jungen "Wann, wer, wie?"

Humane Papillomviren (HPV) sind Erreger der häufigsten sexuell übertragbaren Viruserkrankungen und werden über Haut- und Schleimhautkontakt übertragen. Kondome bieten keinen ausreichenden Schutz. Einige der über 200 verschiedenen HPV-Typen verursachen bei beiden Geschlechtern gutartige aber hoch ansteckende Warzen im Anogenitalbereich. Andere sogenannte Hochrisiko-Typen können bösartige Zellveränderungen auslösen.

80 % aller sexuell aktiven Menschen infizieren sich mindestens einmal im Leben mit HPV. Meist bleiben die Infektionen unbemerkt und heilen ohne Behandlung aus. Bei einem geringen Teil der infizierten kann das Immunsystem die Infektion nicht besiegen und es kann über Jahre Zellveränderungen hervorrufen, die sich über Krebsvorstufen zu Krebszellen entwickeln können. Dazu gehören Karzinome des Gebärmutterhalses, der Schamlippen und Scheide, des Penis, des Darmausgangs sowie des Mund- und Rachenraumes.

Als Neunfach-Impfstoff verabreicht, kann die Impfung bei beiden Geschlechtern mehr als 90% der Genitalwarzen sowie der HPV-bedingten Krebsarten und deren Vorstufen verhindern. Eine frühe Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr erzeugt die beste Immunantwort. Aber auch nach ersten sexuellen Erfahrungen kann die Impfung noch von Nutzen sein.

Während die HPV-Impfung bei Mädchen seit Jahren zugelassen ist, stellt sie seit dem letzten Jahr eine anerkannte Kassenleistung auch für Jungen dar. Unsere Fortbildung richtet sich an Ärzte in Klinik, Praxis und Gesundheitsamt, Schulleiter und Interessierte.

Herr Dr. Rosellen ist ein auf andrologischem Fachgebiet spezialisierter Urologe.

Allgemeine Infos

Zertifizierte Fortbildung (je 2 CME- Punkte) der Urologischen Klinik Eschweiler und des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten ProstatakarzinomZentrums (PKZ)

Referent: Dr. med. Jens Rosellen, Facharzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. Joachim Steffens

Bitte melden Sie sich rechtzeitig an, die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Die interessierten Teilnehmer werden gebeten, ihre Kasuistiken vorab einzureichen.

Nähere Informationen erhalten Sie im Sekretariat der Klinik für Urologie und Kinderurologie
(Tel.: 02403/76 -1262).