Aktuelles

„Herzwochen“ im Monat November

Bildquelle: DHSmedicalARTWORK

Volkskrankheit Herzinsuffizienz

Im Mittelpunkt der diesjährigen bundesweiten Herzwochen vom 1. bis 30. November steht die Herzschwäche, auch bekannt als Herzinsuffizienz. Eine tückische Krankheit, die sich zu Beginn zunächst mit schleichenden Symptomen bemerkbar macht. Dazu zählen Atemnot, Leistungsabnahme und geschwollene Beine. Ein großes Problem: Viele Betroffene nehmen solche Symptome oft als altersbedingt hin. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie an einer ernstzunehmenden Erkrankung leiden.
Das „schwache Herz“ ist keineswegs eine normale Alterserscheinung. Vielmehr ist frühzeitiges Handeln gefordert. Je früher eine Herzschwäche erkannt und behandelt wird, desto günstiger ist ihr Verlauf und desto höher ist vor allem die Lebensqualität der Patienten.
Ingo-Elmar Maywald, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin und Sektionsleiter Kardiologie im SAH, weist auf die Bedeutung des Aktionsmonats hin: „Die Corona-Pandemie hindert uns leider derzeit daran, traditionelle, publikumswirksame Patientenveranstaltungen in der Öffentlichkeit durchzuführen. Umso wichtiger ist es für Betroffene, sich rechtzeitig über alternative Kanäle zu informieren. Die Website der Deutschen Herzstiftung www.herzstiftung.de ist dafür bestens geeignet. Gemeinsams Ziel der Stiftung wie aller Fachmediziner ist es, dass möglichst viele Menschen die krankheitstypischen Warnzeichen, mit denen sich die Herzschwäche bemerkbar macht, erkennen. Alle Bürgerinnen und Bürger sollten erfahren, wie man der Herzschwäche entgegenwirken kann.“

Fakten-Check

  • 4 Mio. Betroffene: Experten schätzen die Zahl der Patienten mit Herzschwäche auf bis zu vier Millionen in Deutschland.
  • 465.000 Klinikaufnahmen: Die Herzschwäche zählt zu den häufigsten Anlässen für Krankenhausaufenthalte bei jährlich rund 465.000 Klinikaufnahmen.
  • 40.000 Todesfälle: Jährlich sterben über 40.000 Menschen an Herzinsuffizienz.