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Noroviren – Eine Gefahr, die alle fordert

Leider reißen die Meldungen zum Auftreten von Noroviren in Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern oder in Lebensmitteln in den vergangenen Wochen nicht ab. Der Monat Januar gehört erfahrungsgemäß zu den Zeiträumen mit den meisten Ansteckungen. Prof. Dr. Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin im St.-Antonius-Hospital (SAH), weist daher aktuell in seinem neuen Informations-Video auf die Gefährlichkeit dieser akuten Magen-Darm-Erkrankung hin.

„Noroviren können ganzjährig auftreten und Impfungen, wie etwa gegen Grippe, sind bei Noroviren leider nicht möglich“, so Prof. Janssens. Überall, wo sich viele Menschen aufhalten, könne man sich anstecken. Eine besondere Gefährdung gehe von verunreinigten Flächen oder infektiösen Tröpfchen, verunreinigten Speisen und Getränken aus. Ansteckungsgrund Nr. 1 ist jedoch die Übertragung über die Hände. Wichtigste Gegenmaßnahme bleibe das konsequente Händewaschen und die Händehygiene, vor allem nach dem Toilettengang.

„Der Umgang mit Noroviren im SAH ist standardisiert. Bei einem Verdacht werden Patienten umgehend isoliert. Der beste Schutz hilft jedoch nicht, wenn nicht auch Angehörige von Patienten einige Grundregeln beachten“, so Janssens. Prinzipiell sollte man die Anzahl der Besucher einschränken und Personen mit schwacher Immunabwehr oder kleine Kinder sollten grundsätzlich vom Besuch eines Angehörigen mit einer Noroviren-Infektion absehen. Absolut notwendig seien zudem das Anlegen eines Schutzkittels und die gründliche Desinfektion der Hände, was in jedem Patientenzimmer möglich sei.

Schließlich appelliert der Mediziner auch noch einmal deutlich an bereits erkrankte Personen: „Sollten Sie als Besucher selbst an einer Infektion wie Durchfall oder Grippe leiden, besuchen Sie Ihre Angehörigen bitte nicht.“