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20 Jahre Euregio-Brust-Zentrum: Kompetenz, Rat und Hilfe

(v.l.n.r.) PD Dr. Alexander Bach, Dr. Anastasia Fleuster und PD Dr. Peter Staib vom Euregio-Brust-Zentrum im SAH

Diagnose Brustkrebs? Für viele Frauen nach wie vor ein Schock, den es zunächst einmal zu verdauen gilt. Mit rund 70.000 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung der Frau. Auch weltweit, so vermeldete die WHO jüngst, hat Brustkrebs den Lungenkrebs als häufigste Krebsart überholt.

Für Patientinnen in der Euregio ist das Euregio-Brust-Zentrum (EBZ) im St.-Antonius-Hospital (SAH) seit dem Jahr 2001 eine der ersten Adressen für die Diagnose und Behandlung von Brusterkrankungen. Zertifiziert von der Deutschen Krebsgesellschaft und vom Land NRW bietet es das komplette Spektrum der Tumorbehandlung. Der Kampf gegen den Krebs ist Teamsache. Deshalb findet sich im EBZ ein umfassendes Netzwerk klinischer Spezialisten, unter anderem aus den Disziplinen Gynäkologie, Onkologie, Plastische Chirurgie, Pathologie und Strahlentherapie. Darüberhinaus können sich Patientinnen auf weitere Fachleute im Verbund des EBZ verlassen, darunter niedergelassene Ärzte, Psychoonkologen und Seelsorger.

„Genau dieses dichte Netz an Kooperationspartnern macht das EBZ zu einem Zentrum, das den Patientinnen Kompetenz unter einem Dach sowie kurze Wege bietet,“ so Dr. Anastasia Fleuster, Leitende Oberärztin und Sektionsleiterin des EBZ.  „Unsere Qualitätsstandards haben sich stets weiterentwickelt. Wir sind, was Diagnostik und OPs angeht, auf dem neuesten Stand und bieten darüberhinaus alle Arten medikamentöser Therapien sowie Studien an.“

Die derzeitige Corona-Situation kommentiert Frau Dr. Fleuster sachlich: „Auch in Zeiten der Corona-Pandemie sind wir für Sie da. Im SAH gelten die höchsten Sicherheitsstandards. Wir sind weiterhin aktiv und jederzeit ansprechbar. Die Behandlung von Brustkrebs ist keine Angelegenheit, die man bis zu einem Ende der Pandemie aufschieben kann. Notwendige Operationen werden selbstverständlich weiter ausgeführt.“ Medizinische Hilfe ist genauso wichtig wie psychologische Unterstützung: „Speziell ausgebildete `Brust-Schwestern`, die sogenannten `Breast Care Nurses`, begleiten unsere Patientinnen als Ansprechpartnerinnen während der gesamten Therapie. Eine psychoonkologische Betreuung, oder eine Sozialberatung steht, wenn gewünscht, ebenfalls zur Verfügung.“

Das Team des EBZ ist sicher, auch in den nächsten Jahren wichtige Ziele zum Nutzen der Patientinnen zu erreichen: „Uns geht es um die Förderung der Früherkennung von Brustkrebs und um die optimale Therapie zur Verbesserung der Heilungschancen unserer Patientinnen. Dazu wenden wir verlässliche, standardisierte Diagnostik und Therapie nach international anerkannten Qualitätskriterien und Leitlinien an. Versorgung findet bei uns ganzheitlich statt unter Einbeziehung aller notwendigen medizinischen und sozialen Institutionen. Im EBZ des SAH Eschweiler erhalten Betroffene innerhalb kürzester Zeit einen Termin und damit Gewissheit und Hilfe in einer schwierigen Lebenssituation.“