Prof. Dr. med. Uwe Janssens ist neuer DIVI-Präsident

Größter Wunsch: eien hochqualifizierte und ehrliche Intensivmedizin

Vom 1. Januar an wird Prof. Dr. med. Uwe Janssens als neuer Präsident die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) führen. „Ich freue mich auf diese herausfordernde Aufgabe und fühle mich geehrt, die Fachgesellschaft zwei Jahre führen zu dürfen. Es ist eine hohe Auszeichnung für mich, die ohne die Unterstützung meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hier vor Ort so nicht möglich gewesen wäre.“ Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Notfallmedizin im St.-Antonius-Hospital wurde von der internistischen Fachgruppe innerhalb der DIVI vorgeschlagen und vor zwei Jahren in der Mitgliederversammlung gewählt – bewerben kann man sich nicht um dieses Amt.

Die DIVI steht für die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin und existiert seit über 40 Jahren. Sie fördert den fachlichen und wissenschaftlichen Fortschritt der Intensiv- und Notfallmedizin und nimmt Einfluss auf die strukturelle Weiterentwicklung dieser Fachgebiete. Aktuell gibt es viele Themen von hoher Bedeutung, so der designierte Präsident.  

„Unsere Eschweiler Intensivmedizin kann sich im bundesweiten Vergleich sehen lassen.“

So gerät der Hochspitzenbereich in der Medizin, der schwerstkranke Menschen behandelt, in Deutschland in den letzten Jahren zunehmend unter Druck. Zum einen ist dafür die gestiegene Lebenserwartung mit der Folge immer älterer Patienten mit hochkomplexen schweren Erkrankungen verantwortlich. Verschärft wird die Situation zusätzlich durch einen eklatanten Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal in Deutschland – gerade in diesem Hochleistungsbereich der Intensiv- und Notfallmedizin. Kliniken müssen immer häufiger Betten auf Intensivstationen sperren und versuchen aus anderen Ländern Fachpersonal anzuwerben.

Das St.-Antonius-Hospital steht glücklicherweise gut da. „Wir sind hier in Eschweiler im intensivpflegerischen Bereich nahezu überproportional exzellent aufgestellt bezüglich der Anzahl der Krankenpflegekräfte pro Patient als auch der Qualifikation der Pflegefachkräfte. Wir verfügen über 50 Prozent in der intensivmedizinischen Pflege ausgebildetes Fachpersonal, das ist keineswegs selbstverständlich“, sagt Prof. Dr. Uwe Janssens. Als künftigem DIVI-Präsident ist es ihm ein Anliegen, die Intensivfachpflegekräfte - und damit die Menschen - sichtbarer zu machen, denn: „Sie leisten die Hochleistungsmedizin, nicht die Medizingeräte. Die Geräte sind lediglich Hilfsmittel, um Menschen aus ihrer Organdysfunktion herauszuholen.“

Größter Wunsch: eine offene und ehrliche Medizin zu praktizieren!

Weitere Themen von Januar 2019 an sind der ökonomische Druck durch das DRG-System für die Kliniken. Auch das Thema „Außerklinische Beatmungen und außerklinische Intensivmedizin“ stehe an, so Janssens: „Das betrifft unsere ganze Gesellschaft. Im Jahr 2018 etwa waren 60.000 Menschen außerklinisch beatmet in einer außerklinischen Intensiv-Wohngemeinschaft oder Beatmungswohngemeinschaft untergebracht. Zunehmend handelt es sich auch um sehr alte Menschen über 90 Jahre. Die Indikationsstellung für solche Fälle muss zwingend auf den Prüfstand gestellt werden“, so Janssens.

Angenommen, der neue DIVI-Präsident hätte einen Wunsch frei? Für diesen Fall würde Janssens sich von Herzen eine Medizin mit mutigen Ärzten, die offen und ehrlich kommunizieren, wünschen. „Wir wollen in der Intensivmedizin heilen und Leben retten, aber diese Bemühungen müssen immer mit einem vernünftigen patientenzentrierten Therapieziel verbunden sein. Es gibt da auch Grenzen, die müssen wir erkennen, benennen und gemeinsam mit den Patienten oder deren Stellvertreter ausführlich besprechen. Dann gilt es, eine Lösung im Sinne des Patienten und seinem Willen folgend zu finden“, sagt der erfahrene Mediziner.

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