Einsegnung des Verabschiedungsraumes

Würdiger Ort für Trauer fertig gestellt

Der Tod gehört zum Leben - und auch zum Alltag in einem Krankenhaus. Meist nehmen Angehörige Abschied im Zimmer der Station, wo der Patient verstorben ist. Und meist handelt es sich um ein Einzelzimmer. Es gibt jedoch immer wieder den Fall, dass Angehörige und Freunde erst aus der Ferne anreisen müssen, um sich von dem Verstorbenen verabschieden zu können. Für diese Situation gibt es im St.-Antonius-Hospital nun einen würdigen Ort der Stille für die Angehörigen, abseits des turbulenten und unruhigen Treibens auf den Stationen.

Nach zwei Jahren Planung hat Krankenhauspfarrer Christoph Graaff jetzt den umgestalteten Verabschiedungsraum eingesegnet mit den Worten: „Jesus hat uns allen ewiges Leben gegeben. Dies gibt Trost, wischt die Trauer ab, nicht weg. Durch den Raum wird denen die Gelegenheit gegeben, die beim Tod nicht zeitnah da sein konnten, um sich in Ruhe zu verabschieden und der Trauer freien Lauf zu geben.“ Die Trauer benötige definitiv einen Raum, so Graaff. 

Durch das Engagement des Ethikkomitees wurde der bereits existente Verabschiedungsraum im SAH nun verschönert. Andere Kliniken und Krankenhäuser wurden besucht, um ein eigenes Konzept für den Abschiedsraum zu entwickeln. Die Vorsitzende des Ethikkomitees Hanka Seidel sprach den gemeinsamen Wunsch aus: „Der Raum sollte schlicht sein und jede Glaubensrichtung soll sich aufgehoben fühlen, auch die muslimischen Patienten und Angehörigen.“ 

Mit der Wahl eines „schmalen Kreuzes als Lichtleiste an der rechten Wand wird hier eine leise Symbolsprache gesprochen, die verstanden werden kann und Zeugnis unseres Glaubens ist“, so Pfarrer Graaff. Das Lichtkreuz kann nach Bedarf eingeschaltet werden. Als Symbol für die konfessionelle Offenheit zieren zwei von Graaff und Gemeindereferent Thomas Kolligs ausgewählte Wandtattoos die linksseitige Wand: „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.“ Unter diesem Bibelvers nach Johannes ist die Koransure abgebildet: „Und ER ist der Allvergebende, der äußerst Liebende.“  

Das Ergebnis gefällt auch den Kuratoren gut, die an der Einsegnung teilgenommen haben. Dem Team der Krankenhausseelsorge ist es ein Anliegen, trauernde Angehörige, die Abschied nehmen wollen, zu begleiten. Sie bereiten die Trauernden auch auf diese Begegnung vor und geben währenddessen Hilfestellung, wenn der Wunsch besteht.

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