Unser Pflegekonzept

Mit diesem Pflegekonzept möchten wir unseren Kunden, beziehungsweise den Kostenträgern unser pflegerisches Angebot darstellen und allen Mitarbeitern, die an der Pflege beteiligt sind, eine Handlungsorientierung geben:

Durch unsere Vorgeschichte als Modellprojekt einer häuslichen Pflegeeinrichtung an einem Krankenhaus sehen wir es als eine Hauptaufgabe an, die Angebote zu vernetzen und Ressourcen, sowie Synergieeffekte für unsere Patienten möglichst optimal zu nutzen. Wir verstehen uns als selbstständig wirtschaftender Teil und Botschafter unseres Trägers, des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler und als Multiplikator und Mittler zwischen allen an der Pflege Beteiligten, entsprechend dem Leitsatz unseres Trägers: „Wir und alle – für den Patienten“.

Wir leisten innerhalb der Stadtgrenzen von Eschweiler Grund- und Behandlungspflege, sowie hauswirtschaftliche Versorgung. Das bedeutet: Wir unterstützen unsere Patienten und die pflegenden Angehörigen in dem Wunsch einer Versorgung in ihrer häuslichen Umgebung. Hierbei beraten wir die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen hinsichtlich der Planung, Organisation und Finanzierung der Leistungen. Wir sind Partner aller gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, der Sozialhilfeträger, aber auch privater Kostenträger.

Unsere Leistung ist die Erbringung professioneller Grund- und Behandlungspflege sowie von hauswirtschaftlicher Versorgung und sozialer Betreuung von auf Dauer pflegebedürftigen oder von einer akuten Krankheit genesenden Menschen. (Unsere umfangreichen Leistungen in diesen wichtigen Bereichen beschreiben wir gesondert im Hauswirtschaftskonzept und im Konzept der sozialen Betreuung).

Wenn Sie durch Krankheit oder Urlaub oder durch einen plötzlich erhöhten Pflegebedarf des Pflegebedürftigen die Pflege zeitweilig nicht sicherstellen können, können wir auch in Ihrer häuslichen Umgebung, und dann in deutlich höherem Umfang, Verhinderungspflege leisten, damit der Pflegebedürftige weiter zuhause bleiben kann.

Ein Hauptziel unserer Arbeit  ist es, den Pflegebedürftigen mit einer aktivierenden Pflege weiterhin ein selbstbestimmtes Leben in Ihrer häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Unser Ziel ist es, mit unserer Arbeit die körperlichen, psychischen und sozialen Fähigkeiten unserer Patienten durch vorbeugende und wiederherstellende Maßnahmen zu aktivieren und ihre Selbstständigkeit zu erhalten.

Wir achten alle Menschen, unabhängig ihrer Lebensweise, Nationalität, Konfession und sozialer Herkunft. Der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Der Pflegebedürftige soll sich bei uns als Mensch angenommen und wohl fühlen. Deshalb arbeiten wir im Pflegesystem der Ganzheitspflege, und hier möglichst nach dem Prinzip der Bezugspflege, um das unverzichtbare Vertrauen zwischen Pflegebedürftigen und Pflegekraft zu fördern: Dies bedeutet, bestimmte Pflegemitarbeiter und Pflegefachkräfte sind den Pflegebedürftigen fest und nachvollziehbar zugeordnet und werden von diesen kontinuierlich, individuell und umfassend betreut. Bei Bedarf leiten wir Angehörige in ergänzenden Pflegemaßnahmen an.

Das Sterben ist natürlicher Bestandteil des Lebens. Ein würdevoller Tod im Kreise der Familie ist für uns ein positives Pflegeziel. Wir wollen die Angehörigen in diesem Prozess stärken und stützen.

Unser Pflegekonzept basiert auf dem führenden Pflegemodell von Frau Professor Monika Krohwinkel. Wir sehen dieses grundlegende Modell einer fördernden Prozesspflege als Ausgangspunkt und ergänzen es für den einzelnen Patienten individuell. Pflegefachkräfte sind für die Steuerung des Pflegeprozesses verantwortlich. Sie leiten die anderen Pflegekräfte an und achten darauf, dass diese nach der Pflegeplanung arbeiten. Die soziale Betreuung ist ein wichtiger Bestandteil der Pflegeplanung und jeder Mitarbeiter in der Pflege fördert auf diese Weise auch den ganzheitlichen Ansatz.

Die Gestaltung der Pflege und die Umsetzung der Pflegeprozesse werden durch unser Pflegedokumentationssystem unterstützt. Wesentliche Erkenntnisse werden immer schriftlich festgehalten und möglichst zusätzlich mündlich weitergegeben, um die innerbetriebliche Kommunikation sicherzustellen. Die Kommunikationswege sind hierzu klar strukturiert und bekannt. In den Dienstzeiten fest eingeplante Übergabezeiten und regelmäßige Stationsbesprechungen fördern die Kommunikation.

Durch unser Qualitätsmanagement stellen wir unsere Arbeit transparent, reproduzierbar und überprüfbar für unsere Kunden und Kostenträger dar. Wir orientieren uns hierbei an den Qualitätsrichtlinien des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI §80), am Krankenversicherungsgesetz (SGB V) sowie an den Versorgungsverträgen mit den Kostenträgern und den Expertenstandards des DNQP (Deutsches Netzwerk zur Qualitätsentwicklung in der Pflege).

Als Maßnahme der internen Qualitätssicherung treffen sich in wechselnder Zusammensetzung alle Mitarbeiter unserer Einrichtung monatlich im Rahmen unseres innerbetrieblichen Qualitätszirkels, so sichern wir einen hohen Kenntnisstand und eine große Akzeptanz aller Maßnahmen der Qualitätssicherung. Der Qualitätszirkel entwickelt prozesshaft Standards und Richtlinien und schreibt diese fort. In der Sammlung entsteht hieraus ein Qualitätsmanagementhandbuch, das die Übernahme der Maßnahmen in die Pflegepraxis regelt. Auch regelmäßige Stations- und Fallbesprechungen werden in solchen Arbeitskreisen  geführt.

Darüber hinaus sorgen Pflegevisiten und Kundenbefragungen für die notwendige Ergebniskontrolle und stete Verbesserung unserer Qualität. Den offenen und fördernden Umgang mit Beschwerden sehen wir als eine bereichernde Möglichkeit der Qualitätsverbesserung. Aus diesem Grunde sind wir auch seit Jahren dem Ombudsmannverfahren des Kreises Aachen angeschlossen und haben eine ständige Patientenfürsprecherin. Wir sind Mitglied im Caritas Verband des Bistums Aachen und nehmen in diesem Rahmen regelmäßig an Qualitätskonferenzen teil. Für die Zukunft planen wir interne und externe Audits.

Durch Förderung interner und externer  Aus- und Weiterbildung wollen wir unsere hohe Pflegequalität sicherstellen und weiter entwickeln. Angeschlossen an unseren Träger, das St.-Antonius-Hospital Eschweiler, und als Mitglied des Caritas-Verbandes nutzen wir sehr umfangreiche interne Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wir fördern die Eigenständigkeit und Motivation unserer Mitarbeiter durch einen kooperativen Führungsstil. Wir berücksichtigen in unserem Denken und Handeln die Wirtschaftlichkeit, da wir uns bewusst sind, dass sie Grundlage der dauerhaften Verwirklichung unserer  Vorstellungen von Pflege ist.

Der Hausarzt ist unser erster Ansprechpartner in der medizinischen Versorgung, da er den Pflegebedürftigen am Besten kennt. In Notfällen außerhalb der Sprechstunden ist für uns das Medizinische Qualitätsnetzwerk (MQN), welches in den Räumlichkeiten des St.-Antonius-Hospitals angesiedelt ist, zuständig. Durch unsere ständig sichergestellte telefonische Erreichbarkeit bieten wir Ihnen im Notfall größtmögliche Sicherheit. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit Anbietern für Häusliche Notrufdienste.

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