Auf 160 Jahre Krankenhaus-Konzession konnte das St.-Antonius-Hospital in 2013 zurückblicken. 160 Jahre, in denen das Haus sowie seine Mitarbeiter und Patienten zahlreiche Veränderungen mit erlebten.

Veränderungen, die durch Zeitgeschichte spürbar wurden – beispielsweise durch veränderte Lebensbedingungen in der Stadt, durch Kriegsfolgen und wissenschaftlichen Fortschritt. Doch trotz all dieser Veränderungen gab es auch stets Konstanten in diesem Krankenhaus: beispielsweise mit dem christlich geprägten Wirken für die Patienten – von Anfang an in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul.

Doch selbst im Rheinland, wo doch vielfach noch nach dem rheinischen Motto „Es ist noch immer gut gegangen“ gehandelt wird, vermag auch eine traditionsreiche Krankengeschichte kein Garant für eine ebenso erfolgreiche Zukunft zu sein. Denn die Krankenhaus-Landschaft befindet sich hochgradig im Wandel. Neben Schließungen ganzer Fachabteilungen wird auch immer mehr über Klinikschließungen debattiert oder zumindest über eine Privatisierung als letzte Rettung vor dem drohenden Schreckgespenst der Schließung – und das nicht nur in den ostdeutschen Bundesländern.

Bei vielen Häusern standen oder stehen wesentliche Umstrukturierungen an, beispielsweise durch den Zusammenschluss in einer großen Trägergesellschaft, wo bestimmte Tätigkeitsfelder – etwa die Essenszubereitung – zentral erfolgen oder komplett ausgegliedert werden.

Solche Beispiele führen uns immer wieder vor Augen: Auch wir können nicht einfach so weitermachen, als würde sich um uns herum nichts verändern. Denn wenn wir uns nicht selbst verändern, werden wir verändert. Deshalb ist es absolut wichtig, dass wir uns rechtzeitig vor Augen führen, wie wir uns in ein paar Jahren sehen und dass wir die notwendigen Veränderungen selbst planen, strukturieren und steuern – in einem mehrjährigen Veränderungsprozess, der den Namen SAH 2018 trägt.

Der Strategieprozess

Um dieses wichtige Vorhaben von Anfang an auf einen guten Kurs zu bringen, entschieden sich Kuratorium, Betriebsleitung und Geschäftsführung des St.-Antonius-Hospitals für Expertenbegleitung durch die NextHealth GmbH und die GÖK Consulting AG - zwei renommierte Unternehmen für Veränderungsprozesse und Beratungs-leistungen im Gesundheitswesen. Bei den ersten Terminen im April und Mai wurde erarbeitet, wie ein derartiger Veränderungsprozess ablaufen und vor allem auch funktionieren kann. Hierzu wurde natürlich auch die aktuelle Situation erörtert, um anschließend gemeinsam sechs Primärziele zu formulieren, welche das St.-Antonius-Hospital im Jahr 2018 darstellen sollen.

Den Konferenzen mit ersten Visionen folgte im erweiterten Führungskreis eine zweitägige Zukunftskonferenz in den Sommerferien mit allen Verantwortlichen, so dass hier bereits rund 60 Mitarbeiter aktiv in den neuen Veränderungsprozess eingebunden waren. Es galt von Anfang an dem weit verbreiteten Vorurteil, dass die Betriebsleitung macht, was sie will, entgegenzuwirken. Zumal bekannt ist, dass Mitarbeiter, die von einem Veränderungsprozess überzeugt sind, sich hiermit auch wesentlich besser identifizieren können als Mitarbeiter, die durch Druck von oben zu Veränderungsmaßnahmen gezwungen werden.

Deswegen war es der Betriebsleitung sehr wichtig, die Mitarbeiter unseres Hospitals beim Mitgestalten von SAH 2018 einzubeziehen.

Dass so ein Weg in einem Haus mit etwa 1200 Mitarbeitern nicht immer ein leichter Weg sein wird, war von vornherein klar. Schließlich geht es einerseits um einen verantwortungsvollen Umgang mit Transparenz bei den verschiedenen Entscheidungen, aber auch um gewisse Regeln, die auch auf diesem Weg der Veränderung gelten.

Die Ergebnisse dieser Zukunftskonferenz im erweiterten Führungskreis - die ausformulierten Ziele und Visionen - wurden in der Festhalle Dürwiß in einer Impulskonferenz mit 350 Teilnehmern, einem bunten Querschnitt aller Abteilungen und Mitarbeiter, vorgestellt. Hier flossen im direkten Austausch mit allen Beschäftigten zahlreiche Ideen zur konkreten Umsetzung der Ziele SAH 2018 mit ein.

Nach weiteren Workshops stand am 19. Dezember die letzte Veranstaltung an, bei der die anwesenden Verantwortlichen verschiedener Führungsebenen und Abteilungen den nun ausgefeilten Visionen ebenso schriftlich zustimmten wie der Reihenfolge, in der die Verwirklichung dieser Ziele festgelegt wurde.

Wesentliches

Dank einer gut strukturierten und systemischen Vorgehensweise ist nun ein strategischer Plan auf den Weg gebracht worden, der die Handschrift sämtlicher Abteilungen des St.-Antonius-Hospitals trägt – mit der Vision, dass das SAH im Jahr 2018 ein herausragendes und leistungsstarkes Gesundheitszentrum der Stadt und der Euregio ist, getragen von höchster Kompetenz und Qualität. Ganz klar wird zudem die wichtigste Mission des Hospitals definiert.

   

Vision und Mission SAH 2018

Vision  

Das St.-Antonius Hospital Eschweiler ist 2018
ein herausragendes und leistungsstarkes Gesundheitszentrum
der Stadt und der Euregio, getragen von höchster Kompetenz
und Qualität.

Mission

S
A
H

Sicherheit, Service und Sorgfalt
Attraktiv für Patienten und Mitarbeiter
Hochkompetentes medizinisches Versorgungszentrum

Der Mensch ist der Mittelpunkt

in unserem konfessionellen Krankenhaus.

 

    Übersicht der sechs TOP-Ziele

Mitarbeiter:

1.

 

Das St.-Antonius-Hospital ist ein attraktiver Arbeitgeber mit zufriedenen und kompetenten Mitarbeitern, die an hoher Leistung
orientiert sind.
  2. Wertschätzung, Offenheit, Tranzparenz und Lösungsorientierung prägen unsere gemeinsame Unternehmenskultur.
Prozesse: 3. Wir erbringen unsere Leistungen hocheffizient mit hervorragender Prozess- und Ergebnisqualität.
Markt: 4. Wir gehören zu den führenden medizinischen Versorgungsunternehmen unserer Region.
Finanzen:
5. Wir wachsen aus eigener Kraft.
Struktur: 6.
Als eigenständiges, modernes, katholisches Krankenhaus sind wir ein starker und verlässlicher Partner in unserem Standort in Eschweiler.

 

Anspruchsvoll

Wie positiv die Einbindung aller Mitarbeiter-Ebenen aufgenommen wurde, zeigte sich unter anderem auch an der Zahl der Einzelvorschläge, die bei der Konferenz im großen Rahmen vorgetragen wurden: immerhin 720 Ideen, die anschließend sortiert und zur weiteren Verwendung in den Gestaltungsprozess überprüft und vorbereitet wurden.

Mit der gemeinsam gestalteten, strategischen Zukunftsvision SAH 2018 haben nun alle Mitarbeiter des Hospitals ein klares Bild davon, welche Ziele das St.-Antonius-Hospital im Jahr 2018 erreicht haben will.

Zwar ist SAH 2018 auf fünf Jahre angelegt, aber es ist keineswegs ein starrer 5-Jahresplan nach totalitärem Muster, sondern ausdrücklich ein lebendiger Strategieprozess, der alle Mitarbeiter-Ebenen bei der Gestaltung mit einbindet. Dies beinhaltet auch, regelmäßig innezuhalten und das bislang Erreichte zu überprüfen.

SAH 2018 ist ein anspruchsvoller Prozess – aber die Zukunft ist zu wichtig, als dass man sie dem Zufall überlassen sollte.

 

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