Modernisierung und Optimierung der Energie- und Wärmeversorgung

Mehr als ein Vierteljahrhundert lang hat es bereits gute Dienste im Hospital geleistet: das erste Blockheizkraftwerk, welches 1987 errichtet wurde. In demselben Jahr war auch die „Eschweiler Krankenhaus-Versorgungs- und Anlagenbetriebs-GmbH“ gegründet worden, die ebenso mit dem Betrieb von Energieversorgungsanlagen und anderen Versorgungsanlagen betreut wurde wie mit der Beschaffung und Verwaltung nicht krankenhaus-spezifischer Anlagen und Einrichtungen.

In 1993 setzte die Erweiterung des BHKW um eine Kälteerzeugungsanlage mit dazugehöriger Absorptionskältemaschine ein deutliches Zeichen für eine ebenso umweltfreundliche wie wirtschaftlich vorteilhafte Ausnutzung von Primärenergie. Auch wurde in diesem Jahr ein gesplittetes Stromnetz eingerichtet, um eine separate Notstromversorgung zu gewährleisten. Seitdem wurden in und um das Hospital zahlreiche Ausbau- und Ausstattungsverbesserungen vorgenommen. Das Krankenhaus erhielt besonders in den letzten beiden Jahrzehnten immer wieder hochwertige medizinische Spezialgeräte – beispielsweise in der Kardiologie, Radiologie sowie in der Urologie und Dialyse. Dazu kamen die neuen OP- und Intensivbereiche. All diese Hightech-Einrichtungen benötigen eine absolut verlässliche Energieversorgung, die zudem ökologisch und ökonomisch zeitgemäß ist.

So sollte neben der reinen Energie- und Wärmeversorgung auch die Optimierung der Kälteversorgung erfolgen – die ebenfalls für die vielen klimatisierten Bereiche eines Krankenhauses von großer Bedeutung ist. Dabei musste der laufende Hospital-Betrieb während der mehrmonatigen Modernisierungsarbeiten gewährleistet bleiben.

Die Arbeiten fanden vorwiegend nachts und an Wochenenden statt, so dass es weder Beeinträchtigungen im OP- und Behandlungstrakt noch im Patientenbereich gegeben hat.

Zeitgemäß und zeitsparend

Das rundum modernisierte Blockheizkraftwerk im 2. Untergeschoss des Hospitals ermöglicht eine durchschnittliche Eigenerzeugung von 75 – 80 % der benötigten Stromversorgung im Haus.

Zur bestmöglichen Auslastung laufen beide Module der Anlage gleichzeitig, jedoch im regelmäßigen Wechsel der Führungsmaschine.

Die vorherigen Motoren erzeugten jeweils Energie für 375 kW Wärme und 185 kW Strom. Nach der Modernisierung beträgt die Stromleistung jeweils 240 kW.

Ein weiterer großer Vorteil der neuen Energieversorgung: sämtliche Maschinen und Aggregate sind vernetzt digital kontrollierbar, nicht nur direkt auf einem Monitor am Gerät, sondern ebenso von den PCs der Technikmitarbeiter aus. Etwaige Stör- oder Kontrollmeldungen werden direkt zu uns aufs Telefon geschickt, so dass immer jemand in kürzester Zeit reagieren kann.

Flexibel und bedarfsorientiert

Mittelpunkt der Wärmezentrale sind die beiden ebenfalls redundant eingesetzten 1900-kW-Heizkessel, die als 2-Stoff-Brenner sowohl mit Gas als auch mit Öl befeuert werden können. Grundsätzlich werden die Heizkessel mit Gas betrieben.

Sollte es zu einer Unterbrechung der Gasversorgung kommen, können die Techniker problemlos auf Ölbetrieb umstellen, damit ganzjährig eine verlässliche Wärmeversorgung des ganzen Hauses gewährleistet werden kann. 

Ganz neu im Bereich der Wärmeversorgung ist ein 30.000 Liter fassender Wärmepuffer, der nicht benötigte Wärme zwischenspeichern kann. Damit auch die Versorgung der Patientenzimmer mit warmem Wasser jederzeit gewährleistet ist, stehen zwei 1000-l-Speicher zur Trinkwasserversorgung zur Verfügung.

Parallel zur Wärmeversorgung mit den neuen Wärmepuffern wurde auch die Kälteversorgung des Hospitals den Anforderungen der Zeit angepasst.

So präsentiert sich jetzt ein Kältemaschinen-Trio, zu dem neben dem alten 150-kW-Kompressor ein neuer 150-kW-Kompressor sowie ein 240-kW-Kälteabsorber neuester Bauart gehört. Damit gerade nicht genutzte Kälte sinnvoll zwischengespeichert werden kann, steht eine Kältepufferanlage mit sechs 1500-l-Tanks zur Verfügung. Sämtliche Anlagenteile sind mit Temperaturfühlern ausgestattet, zudem wird neben der Maschinenkühlung auch die Möglichkeiten der freien Kühlung genutzt. Falls die Außentemperatur unter 8° C liegt, wird diese kühle Luft von außen für die Kältepuffer genutzt. 

So gestaltet sich die 2,2-Millionen-Euro-Modernisierung der Strom-Wärme-Kälte-Versorgungsanlage als ein wichtiges Standbein für eine zukunftsfähige und effiziente Energieversorgung im Eschweiler Hospital.

 

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