Organ-/Gewebespende - Bewusste Hilfe und persönliche Entscheidung

Derzeit stehen rund 12.000 Patienten auf der Warteliste für ein Organ. Jeden Tag sterben im Durchschnitt drei von ihnen, weil nicht rechtzeitig ein Spenderorgan zur Verfügung stand.

Es ist eine individuelle, höchstpersönliche und oft schwierige Entscheidung. Eins aber ist sicher: Wer sich entscheidet, Organspender zu werden, handelt in hohem Maße verantwortlich.
Sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen, fällt vielen schwer, denn der Tod ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Und damit ist es die Organspende bzw. Gewebespende erst recht. Ängste und fehlende Informationen sind die Gründe dafür, dass kostbares Gewebe mit ins Grab genommen wird, statt es denen zu geben, die es so dringend brauchen.

Auf diesen Seiten haben wir für Sie wichtige Informationen zusammengestellt:

Was bedeutet Organspende?

Organspende bezeichnet das zur Verfügung stellen von Organen zur Transplantation. Die Organspende findet in der Regel nach dem Tod statt; unter bestimmten Bedingungen ist auch eine so genannte Lebendspende möglich. Das Alter der Spender ist weniger relevant als der Zustand der Organe, jedoch wird nur sehr selten jenseits des vollendeten 70. Lebensjahres gespendet.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Organspende von Verstorbenen erfüllt sein?

Das ist im Transplantationsgesetz streng geregelt. Erstens muss der Hirntod der möglichen Spenderin oder des möglichen Spenders entsprechend den Richtlinien der Bundesärztekammern von zwei Ärztinnen oder Ärzten festgestellt worden sein. Zweitens muss die Einwilligung des verstorbenen Menschen in eine Organspende bekannt sein oder die Angehörigen müssen nach seinem mutmaßlichen Willen einer Organentnahme zustimmen.

Das Transplantationsgesetz

Das Transplantationsgesetz (TPG) erklärt die Organspende zur gemeinsamen Aufgabe aller Krankenhäuser. Es verpflichtet sie zur engen und verantwortungsvollen Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle „Deutsche Stiftung Organtransplantation“ (DSO) und den Transplantationszentren.

Mit diesen Festlegungen will der Gesetzgeber eine bedarfsgerechte Versorgung schwerkranker Patienten durch die Übertragung von Organen ermöglichen.

Entscheidung zur Organspende

Der Wille des Verstorbenen hat oberste Priorität und ist durch das fortwirkende Persönlichkeitsrecht geschützt.
Eine schriftliche Willenserklärung, zum Beispiel in Form eines Organspendeausweises oder einer Patientenverfügung, ist bindend.

Liegt eine solche Erklärung nicht vor, so wird der Kreis der Zustimmungsberechtigten auf die nächsten Angehörigen erweitert. Diese haben den früher ausdrücklich geäußerten Willen des Verstorbenen zu beachten. Ist dieser nicht bekannt, orientieren sie sich am mutmaßlichen Willen des Verstorbenen.

Organspendeausweis

Der Organspendeausweis schafft Klarheit. Er ist nicht nur dazu da, um sich für die Organspende auszusprechen, sondern auch um ein klares Nein zur Organspende zu formulieren. Außerdem bietet er die Möglichkeit, nur der Entnahme eines bestimmten Organs oder Gewebes zuzustimmen.

In den Sekretariaten unserer medizinischen Kliniken sowie an der Information im Eingangsbereich liegen Organspendeausweise bereit.

Hirntoddiagnostik

Die Feststellung des Hirntodes erfolgt gemäß den gesetzlichen Vorgaben und nach den Richtlinien der Bundesärztekammer (BÄK) in der jeweils gültigen Fassung. Die Diagnostik schließt die Behandlung der Grunderkrankung ab. Als Todeszeit wird die Uhrzeit registriert, zu der die Diagnose und Dokumentation des Hirntodes abgeschlossen sind.

Im Regelfall wird die Hirntoddiagnostik inklusive apparativer Zusatzdiagnostik durch einen neurologischen Konsiliarius durchgeführt.

Die DSO vermittelt unabhängige Neurologen/Neurochirurgen, die im Rahmen dieser Konsiliartätigkeit zusammen mit einem Kollegen der Klinik die Hirntoddiagnostik durchführen. Bei prinzipieller Eignung zur Organspende werden die Kosten hierfür von der DSO übernommen.

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