Das Bobath-Konzept kommt schwerpunktmäßig bei der Behandlung von Patienten mit Schädigungen des Zentralen Nervensystems (z.B. Schlaganfall, Hirnblutungen usw.) zur Anwendung, die durch Lähmungen, Spastiken und/oder Wahrnehmungsstörungen beeinträchtigt sind. Mit diesen Menschen kann man durch das Bobath-Konzept eine verbesserte Haltungskontrolle erarbeiten und ausgewählte Bewegungen geführt anbieten, um so die Funktion zu verbessern.
Die Durchführung von Pflegeaktivitäten (z.B. Waschung, Lagerung, Transfer) nach dem Bobath-Konzept hemmt die Spastizität und reguliert den Muskeltonus. Dies fördert die normale Bewegung und erhält noch vorhandene Ressourcen (Fähigkeiten) des Patienten, so können auch Folgeschäden vermieden werden.
Pflegende betreuen die betroffenen Personen während „der Aktivitäten des täglichen Lebens“ über ausgedehnte Zeiträume. Auf diese Weise ergänzen sie die anderen Mitglieder des therapeutischen Teams (z.B. Mediziner, Physiotherapeuten).
Zudem wird der Patient aktiv in die (pflege-)therapeutischen Maßnahmen einbezogen, was
Pflegekräfte werden bereits in ihrer Ausbildung mit den Prinzipien des Bobath-Konzeptes vertraut gemacht.
Mittlerweile haben wir zusätzlich über 20 Pflegende, die erfolgreich BIKA-Bobath-Pflegekurse absolviert haben in den Pflegebereichen, in denen Patienten mit Schädigungen des Zentralen Nervensystems schwerpunktmäßig betreut werden.
Bärbel Wohlert, unsere Bobath in der Pflege-Multiplikatorin, ist als Expertin und Ansprechpartnerin für Fragen und Probleme von Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern eingesetzt.
Sie arbeitet mit unseren Patienten und unterstützt die Pflegenden in der praktischen Umsetzung des Konzeptes.
Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen
Pflegedirektion
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