Informationen für Ärzte

Inkontinenz - Neue Therapiemöglichkeiten in unserer Klinik

Für Patienten mit einer Urge-Symptomatik mit und ohne Inkontinenz können wir die intravesikale Applikation von Botulinumtoxin anbieten. Diese Therapie ist für alle Patienten zu empfehlen, die sich therapieresistent gegenüber der Einnahme oraler Anticholinergika zeigen oder eine Unverträglichkeit der Medikation haben. Die Therapie ist trotz des „off-label-use“ mittlerweile etabliert, was sicherlich der einfachen, reproduzierbaren Anwendung, den guten Ergebnissen und der geringen Nebenwirkungsrate zuzuschreiben ist.

Desweiteren ist es uns möglich, Ihnen die komplette Bandbreite der Inkontinenz- und Prolapschirurgie bei der Frau anzubieten. Diese beinhaltet die Einlage von transvaginalen Bändern (TOT, TVT), die Versorgung von Zystocelen, Enterocelen und Rectocelen durch transvaginale Netzversorgung, Sakrokolpopexien und Burch-Operationen sowie die Anlage einer vorderen und hinteren Kolporrhaphie bei entsprechender Indikation.

Unsere Oberärztin, Frau Dr. Petra Anheuser, verfügt auf den genannten Gebieten über eine mehrjährige Erfahrung. Ihre Ergebnisse zur Anwendung von Botulinumtoxin hat sie bereits auf dem NRW-Kongress 2008 vorgestellt.

Zur Inkontinenzbehandlung des Mannes bei Schließmuskelinsuffizienz, z.B. nach radikaler Prostatektomie, anderen Operationen an der Prostata oder vorangegangener Zystektomie können wir Ihnen ebenfalls eine operative Therapie anbieten: die Einlage einer „male sling“. Neben bisherigen Erfahrungen mit dem „Advance“®-Band ist Frau Dr. Anheuser dabei an der Anwendung von adjustierbaren Bändern interessiert.

Für Rückfragen zur Indikation der einzelnen Verfahren bzw. bei der Patientenselektion stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Bei Interesse Ihrerseits besteht natürlich auch die Möglichkeit einer Informationsveranstaltung.

Wir hoffen auf Ihr Interesse und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit auch auf diesem Gebiet.

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