Schwerpunkte der Abteilung bilden zum einen die Operationen an den Halsschlagadern zur Verhütung eines Schlaganfalls.
In den letzten Jahren haben ausgedehnte wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen, dass die Operation der Halsschlagader nur noch bei ganz bestimmten hochgradigen Einengungen der Halsgefäße indiziert ist. Wir halten uns bei der Indikationsstellung zur Operation strikt an die Empfehlungen der Deutschen Fachgesellschaften für Gefäßchirurgie und Angiologie.
Zusätzlich bieten wir die Stent-Implantation im Bereich der Carotisgabel bei ausgewählten Indikationen seit Januar 2006 an.
Alle Rekonstruktionen der Halsgefäße, die bei einer geringen operativen Belastung und sehr geringem operativem Risiko einem Schlaganfall wirkungsvoll vorbeugen können, unterliegen der Qualitätssicherung und der Mindestmengenregelung.
Das St.-Antonius-Hospital erfüllt nicht nur die Mindestmengenforderungen, sondern liegt auch mit den Operationskomplikationen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Die Diagnostik der Hirndurchblutungsstörungen wurde durch bildgebende Ultraschallverfahren in Kombination mit Flussmessung (Farbduplex-Sonographie), durch die MRT-Angiographie sowie das Angio-CT in den letzten Jahren erheblich verbessert.
Zum anderen gehören die Operationen an der Bauchschlagader bei Aneurysmen (Aussackungen) oder bei Verschlüssen beziehungsweise Einengungen zu den Schwerpunkteingriffen der Abteilung.
Gut ausgebildete Operateure, kurze Operationszeiten, sachkundige Betreuung durch qualifiziertes Personal und gute interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen ein niedriges Operationsrisiko und niedrige Komplikationsraten.
Seit Juni 2006 bieten wir ebenfalls die Stent-Implantation bei ausgewählten Patienten mit Aortenaneurysmen an.
Hierdurch kann die Liegezeit im Krankenhaus erheblich verkürzt werden.
Die Behandlung von Durchblutungsstörungen an den Beinschlagadern (Schaufensterkrankheit, Raucherbein) zählt zu den Hauptaufgaben der Abteilung.
Sämtliche konservativen oder operativen Behandlungsverfahren kommen zur Anwendung. Neben den etablierten operativen Methoden (Ausschälplastiken, Bypass-Operationen) werden moderne minimalinvasive Techniken wie die Ballonkatheter-Aufdehnung (PTA) oder das Einbringen von Gefäßstützen (Stent) zunehmend angewandt.
Hier ist oft ein kurzstationärer Aufenthalt von 2-3 Tagen ausreichend. Oft sind größere Operationen durch diese minimalinvasiven Techniken vermeidbar.
Wir haben auf dem Gebiet der Angioplastie und Stentimplantationen in den letzten vier Jahren die OP-Zahlen vervierfacht und führen inzwischen jährlich mehr als 150 minimalinvasive Eingriffe durch.
Zusätzlich ist auch die Lyse-Behandlung (medikamentöse Auflösung von Blutgerinnseln) akuter Gefäßverschlüsse, in Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin, fester Bestandteil des Behandlungsangebotes.
Die Behandlung des Krampfaderleidens wird nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen mit den zur Verfügung stehenden minimalinvasiven Techniken zum Teil ambulant durchgeführt.
Komplikationen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sind häufig Einengungen und Verschlüsse großer und kleiner Gefäße.
Dazu kommt oft eine Gefühlsstörung, so dass insbesondere an Zehen und Füßen Durchblutungsstörungen und Wunden auftreten können. Nur durch rechtzeitige adäquate konservative oder operative Therapie unter Mitbetreuung durch die diabetologische Abteilung der Klinik für Innere Medizin des Hauses, gelingt es, die Durchblutung wieder zu verbessern und größere Gliedmaßenamputationen zu vermeiden.
Hier hat auch die crurale Bypass-Chirurgie (Venen-Bypass-Anlage unterhalb des Kniegelenks auf einzelne Unterschenkel-Gefäße) einen festen Stellenwert.
Die am St.-Antonius-Hospital angegliederte Dialyse-Station sowie Dialyse-Zentren aus dem Stadt und Kreisgebiet Aachen finden in der Gefäßchirurgischen Klinik einen kompetenten Partner.
Es wird das gesamte Spektrum bei der Versorgung der Dialyse-Patienten mit Dialyse-Kathetern, bei Shunt-Anlagen und Korrektur-Eingriffen rund um die Uhr angeboten.
Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen
Klinik für Gefäßchirurgie
Adresse:Dechant-Deckers-Str. 8
52249 Eschweiler
Telefon:02403 76 -1810
Wir sind für Sie da!