Der Notarztdienst für den Kreis Aachen wird von den Krankenhäusern Eschweiler und Stolberg gestellt und erfolgt über den sog. bodengebundenen Notarzt im Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Im wöchentlichen Wechsel stellen das St. Antonius Hospital Eschweiler und das Bethlehem Krankenhaus Stolberg für 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche einen Notarzt bereit.
Im St. Antonius Hospital wird dieser Notarztdienst ausschließlich durch Ärzte der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin gestellt.
Die Rettungswagen (RTW) der Feuer- und Rettungswachen Eschweiler und Stolberg werden durch die Kreisleitstelle in Simmerath einsatztechnisch koordiniert.
Das Einsatzkonzept funktioniert nach dem sog. Rendezvous-Verfahren. D.h. Rettungswagen (RTW) und Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) fahren unabhängig voneinander zum Einsatzort. Dies garantiert eine höhere Flexibilität der eingesetzten Rettungsfahrzeuge.
Bei einem gleichzeitig gemeldeten Notfall steht zusätzlich bei gutem Wetter von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang der Rettungshubschrauber (RTH) zur Verfügung, der in Merzbrück stationiert ist. Der Rettungshubschrauber mit dem Rufnamen Christoph Europa 1, weil er bei Bedarf auch nach NL und B fliegt, ist ebenfalls für den Kreis Aachen zuständig und ist mit Ärzten der Klinik für Anästhesie des Medizinschen Zentrums Kreis Aachen (Würselen/Bardenberg) besetzt.
Kann der Hubschrauber wetterbedingt nicht fliegen oder es ist bereits nach Sonnenuntergang wird in dringenden Fällen ein weiterer Notarzt aus Würselen, der Stadt Aachen oder aus dem Kreis Düren alarmiert. Dies geschieht über die Leitstelle des Kreises Aachen, die ihren Sitz in Simmerath hat und von dort alle Einsätze im Kreis Aachen koordiniert.
Der Notarzt behandelt soweit möglich direkt vor Ort und entscheidet dann über einen Transport in das am besten geeignete Krankenhaus. Auch die sog. präklinische Lyse (Verfahren zum Auflösen eines Thrombus, der ein lebensnotwendiges Blutgefäß beim Herzinfarkt oder bei der Lungenembolie verschließt) wird nach strenger Indikationsstellung von unseren Notärzten durchgeführt.
Für den Fall einer Großschadenslage (sog. MANV – Massenanfall von Verletzten) z. B. nach einem Unfall auf der nahe gelegenen Autobahn oder einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gibt es den sog. Leitenden Notarzt (LNA), der speziell ausgebildet ist, solche Situationen mit anderen Verantwortlichen zu koordinieren und zu leiten.
Drei dieser leitenden Notärzte werden ebenfalls von Ärzten unserer Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin gestellt.
Ärzte in der Funktion als LNA (Leitender Notarzt) sind:
Hr. Dr. med. E. Kruse,
gleichzeitig Leiter des Notarzt Standorts Eschweiler
Hr. R. Overs-Frerker
Hr. J. Quickstedt
Fr. J. Haake
Die Qualifikation zum LNA besitzen zusätzlich
Fr. Dr. med. S. Burk
Hr. S. Erbrich
Fr. L. Polat
Hr. B. Schiffgens
Zu den Aufgaben der Leitenden Notärzte gehört darüber hinaus auch die Ausbildung und Prüfung des Rettungsdienstpersonals im Auftrag des Kreisgesundheitsamtes.
Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen
Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin
Notarztdienst
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