Adipositaschirurgie

Bevor man sich für einen operativen Eingriff entscheidet, verordnen die Fachärzte zunächst eine strukturierte, professionell erarbeitete und begleitete multimodale Therapie zur Gewichtsabnahme. Sie wird über mindestens sechs Montate durchgeführt und besteht aus einer Kombination aus Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und manchmal auch Verhaltens- und Psychotherapie. Ziel dieser Vorbereitungsphase ist es, die Patienten auf ene veränderte Lebensführung nach einer Operation vorzubereiten.

Oft ist diese konservative Therapie dauerhaft erfolglos, soass eine Operation notwendig wird. Es gibt verschiedene Methoden der bariatrischen Chirurgie, die Adipositas-Patienten auf chirurgischem Weg zu einer Gewichtsreduktion verhelfen. 

Magenbypass

Magenbypass

Beim Magenbypass wird der Magen verkleinert, so dass nur noch eine geringe Menge Nahrung verzehrt werden kann.

Zusätzlich wird der obere Bereich des Dünndarms umgeleitet, wodurch nur ein Teil der Nahrung zerlegt und aufgenommen werden kann.

Magenband

Magenband

Eine Magenband-Operation erfüllt den Zweck, die tägliche Nahrungsaufnahme zu begrenzen. Dazu wird ein verstellbares Silikonband um den oberen Teil des Magens gelegt.
Es entsteht ein sogenannter Vormagen, der sich bei der Nahrungsaufnahme zuerst füllt und ein sehr schnelles Sättigungsgefühl herbeiführt.

Magenschlauch

Magenschlauch

Durch eine Magenschlauch-Operation werden ungefähr neunzig Prozent des Magens entfernt und es verbleibt nur noch ein kleiner schlauchförmiger Restmagen.
Durch diesen Eingriff wird außerdem die Magensäureproduktion vermindert und der Spiegel des "appetitanregenden" Ghrelinhormons gesenkt.

Alle Eingriffe werden minimalinvasiv durchgeführt.

Die Patienten können von ihrer Operation erwarten, dass sie zwischen 60 % und 80 % des Übergewichts in den ersten 1 - 2 Jahren verlieren und das erreichte Gewicht dann auch dauerhaft halten.

 

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