Prostatavergrößerung

Die gutartige Vergrößerung der Prostata (BPS = benignes Prostatasyndrom) ist eine häufige Erkrankung des Mannes im Alter über 50 Jahre. Ungefähr die Hälfte der Männer ist hiervon in unterschiedlichem Ausmaß betroffen.

Die Gewebevermehrung der Prostata vor allem im Bereich um die  Harnröhre, die durch die Prostata verläuft, verursacht die typischen Beschwerden der Erkrankung: Unvollständige Entleerung der Blase, abgeschwächter Harnstrahl, häufiges Wasserlassen am Tag und/oder in der Nacht, Nachträufeln. Zusätzlich können Infekte der Blase auftreten. Schließlich kann es zu einem Harnverhalt kommen, bei der eine Entleerung der Blase nicht mehr möglich ist.

Die genauen Ursachen für das altersabhängige Wachstum der Prostata sind noch immer nicht geklärt. Hormonschwankungen, Lebensalter, Rasse (z. B. Afro- Amerikaner) und genetische Veranlagung sind Faktoren bei der Entstehung des BPS.

Behandlung

 

Medikamentös

 

Es stehen verschiedene Präparate zur Verfügung. Diese Therapie erfolgt in aller Regel durch den niedergelassenen Urologen, der die Therapie und deren Erfolg überwacht.

Operativ

 

Treten unter der medikamentösen Therapie erneut oder weiterhin  Beschwerden auf, dann ist der Zeitpunkt für ein operatives Verfahren gekommen.

Das Prinzip der Operation besteht in einer Verkleinerung der Prostata, die auf unterschiedlichem Weg erreicht werden kann.

Die operativen Verfahren werden in Narkose (Voll- oder Teilnarkose) durchgeführt.

Transurethrale Prostataresektion (Ausschälen der Prostata durch die Harnröhre) = Standardverfahren

Hierbei wird die Prostata durch die Harnröhre, also von Innen unter Sicht bis auf die Kapsel geschält. Der Schließmuskel wird hierbei sorgfältig geschont.

Wir wenden diese Operationstechnik in Kombination mit einem modernen und sehr schonenden Verfahren an, bei dem Kochsalzlösung als Spülflüssigkeit zur Anwendung kommt. Der Vorteil gegenüber der bisherigen Spüllösung liegt in einer verringerten Volumenbelastung des Kreislaufs und damit einer Schonung des Herzens, was sich insbesondere bei Patienten mit bestehenden Vorerkrankungen an Herz und Kreislauf sehr positiv auswirkt.

Einen Informationsfilm zu diesem Thema finden Sie hier ...

 

Operation der Prostata mittels Unterbauchschnitt-TVP

Bei einer ausgeprägten Vergrößerung der Prostata ist das Ausschälen über die Harnröhre nicht möglich. In diesen Fällen wird Drüse über einen Unterbauchschnitt  geschält, auch hier bleibt die Kapsel der Prostata erhalten. Dieses offene Vorgehen ist nur noch selten erforderlich.
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St.-Antonius-Hospital

Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen

Klinik für Urologie und Kinderurologie

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