Urologisches High-Tech-Gerät setzt neue Maßstäbe für zukunftsweisende Behandlungen

Mit dem „UROSKOP Omnia“ hat die Klinik für Urologie und Kinderurologie am Eschweiler St.-Antonius-Hospital ein zukunftsweisendes, multifunktionales High-Tech-Gerät in Betrieb genommen, welches erhebliche Vorteile für Patienten und Personal verspricht. Der neue urologische Operationstisch, der mit modernster digitaler Röntgentechnik ausgestattet ist, eignet sich ebenso ideal für urologische Untersuchungen und Diagnostik wie für alle urologischen Eingriffe, die endoskopisch vorgenommen werden. Hierzu zählen sowohl perkutane, also durch die Haut vorgenommene Eingriffe, als auch Operationen von Nieren- und Blasensteinen − zudem sämtliche Eingriffe, die durch die Harnröhre an Prostata oder Harnblase durchgeführt werden, sowie Harnleiter-Endoskopien.

Deutlich verminderte Strahlenbelastung

„Wir haben jetzt hier ein hochmodernes Gerät, welches mit einer einzigen Aufnahme den gesamten Urogenitaltrakt in hervorragender Bildqualität darstellen kann. Die Patienten können dank stufenlos verstellbarer Tischhöhe bequem auf- und absteigen und müssen nur einmal positioniert werden. Da mit dieser Technik nur noch eine Aufnahme erforderlich ist, kann die Strahlenbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Aufnahmeverfahren bis zu 70 Prozent reduziert werden – ein enormer Vorteil für Patienten, Ärzte und medizinisches Fachpersonal“, freut sich Prof. Dr. med. Joachim Steffens über das neue Glanzstück in seiner Abteilung. Das besonders strahlungsarme Pädiatrie-Programm ist speziell auf die Untersuchung und Behandlung von Kleinkindern und Säuglingen ausgerichtet – ein weiterer wichtiger Vorteil der Klinik für Urologie und Kinderurologie.

Perfekter Zugang von allen Seiten

Eine erhebliche Arbeitserleichterung bietet das gebogene Röntgenstativ, welches dem medizinischen Fachpersonal einen ungehinderten Zugang von allen Seiten ermöglicht und damit Umlagerungen des Patienten sowie einen Stellungswechsel des Anästhesisten überflüssig werden lässt. Der Verzicht auf Umlagerungen − dazu die direkte, digital vernetzte Betrachtung der Aufnahmen auf schwenkbaren Großbild-Monitoren verkürzt die Eingriffszeit bis zu 30 Prozent und erhöht zudem die Patientensicherheit. Die beiden nebeneinander angeordneten Monitore bieten den Urologen die Möglichkeit, gleichzeitig  Röntgen-, Endoskopie- oder Ultraschallbilder aufzurufen.

Doch das zukunftsweisende Urologie-Gerät bietet noch weitere Pluspunkte, wie Oberarzt Dr. med. Sascha Schmidt erläuterte: „Auf dem Spezialtisch können wir auch übergewichtige Patienten bis zu einem Gewicht von 270 kg behandeln. Dank ihrer ergonomischen Gesamtkonzeption bietet diese Anlage – deren Arbeitstisch bis zu einem Winkel von 90° geneigt werden kann – hier also weitere große Vorteile gegenüber vorherigen Geräte-Generationen. Diese Vorteile machen sich nicht nur mit mehr  Komfort und weniger Stress für die Patienten, sondern auch für das Behandlungsteam bemerkbar. Denn es muss sich nicht mehr mit aufwändigen Umlagerungsaktionen beschäftigen, sondern kann sich ganz gezielt auf die aktuellen Eingriffe und Untersuchungen konzentrieren und hat zudem aus jeder Arbeitsposition einen freien Blick auf die Monitore.“

Nicht zu vergessen

„Doch die modernsten Geräte bringen nichts ohne die Menschen, die sie fachgerecht bedienen und dem Patienten das nötige Vertrauen vermitteln“, betonte Chefarzt Prof. Dr. med. Joachim Steffens und stellte stellvertretend für die vielen anderen guten Geister seiner Abteilung „drei Urgesteine“ der Klinik für Urologie und Kinderurologie heraus, die schon seit vielen Jahren ihren Beitrag zum Erfolg der Abteilung leisten: die OP-Fachkräfte Hans-Josef Esser, Isolde Schade sowie Maria Lannott. Wichtige Aspekte, denen sich auch der Geschäftsführende Vorstand des Hospitals, Elmar Wagenbach, anschloss − bevor er mit Blick zu seinem „Finanzminister“, dem Kaufmännischen Direktor des St.-Antonius-Hospitals, Michael Hanke,  hinzufügte: „Wir arbeiten stetig an einer Weiterentwicklung aller Bereiche. Nur Dank der finanziellen Unterstützung aus dem Konjunkturpaket II konnten wir hier ein 12 Jahre altes Gerät durch diese hochmoderne Anlage ersetzen. Denn die Gesamtkosten inklusive der notwendigen Umbauten in Höhe von rund 400.000 € hätten wir nicht aus eigenen Mitteln in diesem Jahr aufbringen können.“

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Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen

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