Blasentumore

Blasentumore haben ihren Ursprung in der Blasenschleimhaut, der innersten Blasenwandschicht. Die Tumoren treten am häufigsten im 7. Lebensjahrzehnt auf, Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Behandlung

 

Operativ

Blasentumoren werden mit einer elektrischen Schlinge aus der Blase entfernt, dies ist das heutige Standardverfahren. Dieses Ausschälen erfolgt durch die Harnröhre = transurethrale Blasenresektion (TUR-Blase). Das so gewonnene Material wird der  feingeweblichen (histologischen) Untersuchung zugeführt. Mit der Bestimmung der Tumorart kann auch die Eindringtiefe des Tumors in die Blasenwand erfasst werden. Diese bestimmt u.a. das weitere Vorgehen:

  1. Bei kleinen, solitären, oberflächlichen Befunden reicht eine Kontrolle durch Blasenspieglung im zeitlichen Abstand von 3 Monaten.
  2. Bestimmte oberflächliche Tumoren können durch eine lokal in der Blase angewendete Chemotherapie profitieren. Diese erfolgt unmittelbar bis 24 Stunden nach der Blasenschälung und reduziert das Wiederauftreten von Blasentumoren.
  3. Bei zwar noch oberflächlichen Tumoren, die jedoch schon unter die Schleimhaut gewachsen sind oder oberflächlichen Tumoren, die an mehreren Stellen der Blase vorlagen, sollte eine Nachschälung der Blase im zeitlichen Abstand von 4-6 Wochen erfolgen.
  4. Bei Tumoren, die tiefer in die Blasenwand eingewachsen sind, ist mit der Ausschälung keine komplette Entfernung des Tumors nicht möglich , hier ist eine ausgedehnte Behandlung notwendig: Die Blase muss operativ entfernt werden: Zystektomie.

Um die entfernte Harnblase zu ersetzen, gibt es verschiedene operative Möglichkeiten. Dabei ist zwischen so genannten kontinenten und inkontinenten Ableitungen zu unterscheiden. Welches Verfahren Anwendung findet, ist nach unterschiedlichen Kriterien zu entscheiden. Dabei spielen das Alter, das Geschlecht, bestimmte Vorerkrankungen oder Voroperationen eine entscheidende Rolle.

Wir bieten in unserem Haus alle modernen und gängigen Verfahren der Harnableitungan und verfügen hier über langjährige Erfahrung.
 
 

 

 

 

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Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen

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