Beschreibung des urologischen Fachgebietes

Urologische Erkrankungen können jeden treffen: Männer, Frauen und Kinder. Die Urologie beschäftigt sich mit angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Urogenitaltraktes in jedem Lebensalter. In der täglichen Praxis des Urologen spielen Harnwegsinfektionen, die Volkskrankheit Harnsteinleiden und Harninkontinenz eine große Rolle. Das Haupttätigkeitsgebiet des Urologen ist die Behandlung von Tumorerkrankungen, denn 25 Prozent aller Krebserkrankungen betreffen den Urogenitaltrakt. Nieren-, Harnblasen- und Prostatakarzinom sind die häufigsten urologischen Tumoren.

Rund 60 000 Neuerkrankungen pro Jahr machen den Prostatakrebs heute zur häufigsten bösartigen Geschwulst des Mannes. Ab dem 45. Lebensjahr sollte einmal jährlich eine Genital- und Prostatauntersuchung durch einen Urologen erfolgen. Über das gesetzliche Vorsorgeprogramm hinaus ist ein jährlicher PSA-Test empfohlen, denn ein früh erkannter Prostatakrebs kann durch frühzeitige Therapie erfolgreich behandelt werden. Aber auch für fortgeschrittenere Prostatakrebsstadien gibt es inzwischen individuelle  Therapieoptionen.

Nierentumoren fallen heute oft zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes auf. Therapie der Wahl ist bei organbegrenzten Gewächsen ein organerhaltendes Vorgehen, da die Lebenserwartung bei einseitigem Nierenverlust auch bei gesunder Gegenseite verkürzt ist.

Das Harnblasenkarzinom zeichnet sich durch eine schmerzlose Blutbeimengung im Urin aus. Durch endoskopische Entfernung der Tumoren lassen sich 80 Prozent aller Blasenkarzinome gut beherrschen. 20 Prozent der Tumoren infiltrieren jedoch die Organwand und erfordern eine vollständige Blasenentfernung. Durch Verwendung von Darmanteilen können eine neue Blase geformt werden oder alternativ andere Verfahren der Harnum- und -ableitung angeboten werden, um den betroffenen Frauen und Männern ein gutes Leben ohne künstlichen Harnausgang zu ermöglichen.

Einen weiteren urologischen Schwerpunkt stellen die plastisch-rekonstruktiven Operationstechniken mit Inkorporation von Darmsegmenten und Mundschleimhaut dar. Dies kann bei funktionellem Verlust des Harnleiters, bei angeborenem Verlust der Harnröhre im Kindesalter oder bei wiederholt auftretender Harnröhrenenge des erwachsenen Mannes erforderlich sein.

Die verschiedenen Formen der Harninkontinenz der Frau sind ein häufiges, oft verschwiegenes Leiden, das  nach exakter Klassifikation medikamentös oder operativ gut behandelt werden kann.

Auch die Andrologie ist ein Schwerpunkt des urologischen Fachgebietes und behandelt die männliche Unfruchtbarkeit, erektile Dysfunktion und hormonell bedingte genitale Unterfunktion, wodurch vielen Männern zu einem erfüllteren Leben verholfen werden kann.

Die Behandlung von Harnsteinen wird heute vorzugsweise endoskopisch auf natürlichem Weg über die Harnröhre vorgenommen, um zum Beispiel Harnleitersteine zu entfernen.

Größere Nierensteine werden entweder mit flexiblen, durch den Harnleiter eingeführten Instrumenten zertrümmert und entfernt oder durch die Haut nach Nierenpunktion endoskopisch zertrümmert und abgesaugt.

Viele dieser faszinierenden Behandlungsmöglichkeiten und weitere Details über unsere Klink werden Ihnen auf den nächsten Seiten vermittelt, um Ängste abzubauen und das Vertrauen in die hoch spezialisierte Arbeit der Urologen zu stärken.

Prof. Dr. med. Joachim A. Steffens
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