Neue Behandlungsmöglichkeiten für Leukämiepatienten

Mit dem Zellseparator AS.TEC 204 steht der Klinik für Hämatologie und Onkologie in enger Zusammenarbeit mit der Nephrologie/Dialyse ab sofort die Möglichkeit zur Verfügung, bei onkologischen Patienten mit Leukämie das sog. Leukostase-Syndrom noch wirksamer zu behandeln. Bei Leukämie kommt es in 10 - 20% der Fälle zu einer so dramatischen Vermehrung der weißen Blutzellen (Leukozyten >100.000/µl) in der Blutbahn, dass die Fließeigenschaften des Blutes verschlechtert und die Durchblutung lebenswichtiger Organe gefährdet wird. Die kleinsten Gefäße (Mikrozirkulation) werden dann buchstäblich durch die Leukozyten verstopft. Typische Symptome sind akute Atemnot bis hin zum Lungenversagen, Schwindel, Bewusstseinstrübung und Koma, Sehstörungen oder auch Herzinfarkt.

Mithilfe eines Zellseparators wie dem AS.TEC 204 können nun gezielt die Leukozyten aus der Blutbahn entfernt und die Leukozytenzahl rasch und effektiv abgesenkt werden. Das ist Voraussetzung für die Wiederherstellung der normalen Organdurchblutung.

Dieses in der Region einmalige Verfahren wird zur Überbrückung der Akutphase eingesetzt, bis die gleichzeitig begonnene Chemotherapie greift und zum verzögerten Abfall der Leukozytenzahl im Blut führt.
Auch bei Patienten mit anderen Hyperviskositäts-Syndromen (Eindickung des Blutes z. B. durch falsche Eiweiße) kann der Zellseparator in der Akutsituation eingesetzt werden, um Schaden von dem Patienten abzuwehren, wie z. B. Schlaganfall und Herzinfarkt. Hier kommen zum Beispiel Patienten mit Multiplem Myelom oder Morbus Waldenström in Betracht.

Außerdem verfügen wir über die Möglichkeit, mit einer HCO Membran Leichtketten zu filtern, die bei akuten Fällen von Multiplem Myelom zu einem anhaltenden Nierenschaden führen. Dadurch wird die Prognose des Patienten rasch und anhaltend gebessert.

Möglich wurde diese Anschaffung erst durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins: Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler e.V. Der Verein unterstützt die Arbeit der Klinik für Hämatologie und Onkologie am St.-Antonius-Hospital, und hier auch des Euregio-Brust-Zentrums und des ProstataKarzinomZentrums, um die umfassende Behandlung der krebskranken Patienten im Hospital kontinuierlich zu verbessern.

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