Telemikroskopie

Die Behandlung bösartiger Erkrankungen erfordert eine rasche Diagnosestellung und eine optimale Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachabteilungen gleicher­maßen. Hierbei übernimmt der Krebsspezialist (Onkologe/Hämatologe) die zentrale Funktion eines „Lotsen“. Er muss eine möglichst zielführende Diagnostik und dann die Therapie koordinieren. Daran werden häufig auch Spezialisten aus ganz Deutschland beteiligt. Dies nimmt oft wertvolle Zeit in Anspruch.

Die sogenannte Tele-Onkologie ermöglicht eine direkte computergestützte Vernetzung der Klinik für Hämatologie und Onkologie mit anderen Zentren (Spezial-Laboren und ver­schie­denen Unikliniken), die live per Videokonferenz eine gemeinsame Begutachtung von Gewebeproben unter dem Mikroskop erlaubt (Tele-Mikroskopie).

Ein Tele-Mikroskopiesystem besteht aus einem hochwertigem Mikroskop, einer für die Zytomorphologie angepassten Digital-Farbkamera, einem PC mit spezialisierter Bilddokumentationssoftware sowie einem sogenannten Konferenzmodul. Hierdurch kann das Verschicken von Proben an ein 2. oder 3. Institut vermieden werden und so wertvolle Zeit bis zum Beginn der Therapie gewonnen werden. Darüber hinaus er­laubt das System auch die direkte gemeinsame Beurteilung von Röntgenbildern, um beispielsweise ein optimales Operationsverfahren zu planen.

Die Telemikroskopie ermöglicht die Beteiligung am sogenannten „Kompetenznetz für akute und chronische Leukämien“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Dieses Kompetenznetzwerk verfolgt den Aufbau eines welt­weit führenden kooperativen Leukämie-Netzwerks für die Verbesserung der bevölke­rungsbezogenen Versorgung und der gesundheitsbezogenen Forschung bei akuten und chronischen Leukämien.

Außerdem bietet dieses System modernste Voraussetzungen für die ärztliche Aus­bildung, da Befunde live mit anderen Experten zusammen diskutiert und begutachtet werden können.

Presseinformation Telemikroskopie vom 05.07.2010 Eschweiler Zeitung/Nachrichten

Presseinfo Eschweiler Zeitung/Nachrichten vom 05.07.2010

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