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Teilnarkose (Regionalanästhesie)
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Regionalanästhesie (Teilnarkosen)

Viele Operationen können auch in Teilnarkose durchgeführt werden, ohne dass eine Vollnarkose notwendig ist. Bei einigen bietet sich die Kombination mit einer Vollnarkose an, nicht zuletzt zur Fortführung der Schmerztherapie nach einer Operation. Auch die Kombination einzelner regionalanästhetischer Verfahren ist durchaus sinnvoll und wird angewendet.

Der Anteil der Regionalanästhesien in unserem Hause beträgt etwa 42 %, wobei ein Teil dieser Verfahren in Kombination mit einer Allgemeinanästhesie durchgeführt wird. Bei den Regionalanästhesien möchten wir die in unserem Hause am häufigsten angewendeten Verfahren kurz erklären:

Regionalanästhesie (Teilnarkosen)

Viele Operationen können auch in Teilnarkose durchgeführt werden, ohne dass eine Vollnarkose notwendig ist. Bei einigen bietet sich die Kombination mit einer Vollnarkose an, nicht zuletzt zur Fortführung der Schmerztherapie nach einer Operation. Auch die Kombination einzelner regionalanästhetischer Verfahren ist durchaus sinnvoll und wird angewendet.

Der Anteil der Regionalanästhesien in unserem Hause beträgt etwa 42 %, wobei ein Teil dieser Verfahren in Kombination mit einer Allgemeinanästhesie durchgeführt wird.

Bei den Regionalanästhesien möchten wir die in unserem Hause am häufigsten angewendeten Verfahren kurz erklären.

Es wird zwischen den sog. Blockaden von peripheren Nerven (Nerven, die etwas weiter vom Körperstamm entfernt sind) und den sog. rückenmarksnahen Verfahren wie Spinal- oder Periduralanästhesie unterschieden.

Die Punkte 1. bis 4. zeigen die Blockaden der peripheren Nerven, die Punkte 5. und 6. die rückenmarksnahen Verfahren:

1. Axilläre Plexusanästhesie (Betäubung des Armes in der Achselhöhle)

Dieses Verfahren findet sehr häufig Anwendung in unserem Hospital, da es von der Durchführung einfach und ohne große Risiken und Nebenwirkungen ist.

Für Operationen von der Hand bis hin zum Ellenbogen können operative Eingriffe in diesem Verfahren durchgeführt werden, was in der Plastischen- und Handchirurgie aber auch in der Unfallchirurgie sehr häufig der Fall ist.

Axiläre

Es wird eine bestimmte Menge Lokalanästhetikum mit einer speziellen Kanüle in die Nähe eines Nervengeflechtes (Plexus) in der Achselhöhle verabreicht. Nach etwa 20 bis 30 Minuten ist der Arm komplett betäubt, so dass der Eingriff schmerzfrei durchgeführt werden kann. Diese Form der Narkose hält etwa drei bis vier Stunden an, so dass der Arm auch über die OP Zeit hinaus betäubt ist. Dieses Verfahren gibt es auch als sog. Katheter Verfahren. Dazu wird ein dünner, weicher Kunststoffschlauch in die Nähe des Nervengeflechtes (Plexus) in der Achselhöhle gelegt, der dort einige Tage verbleiben kann. An diesen Schlauch wird dann eine Schmerzmittelpumpe angeschlossen, die kontinuierlich eine bestimmte Menge eines Lokalanästhetikums abgibt. Dieses Form hat sich z. B. zur schmerzarmen Krankengymnastik bei Patienten mit Morbus Sudeck bewährt.

2. Interskalenäre Plexusanästhesie (Betäubung der Schulter am Hals)

Interskal

Dieses Verfahren führen wir ausschließlich in Verbindung mit einer Vollnarkose durch. Operationen an der Schulter, am Schlüsselbein oder am Oberarm sind Einsatzmöglichkeiten für diese Technik. Über eine kleine dünne Kanüle wird ein Lokalanästhetikum zwischen zwei Muskeln am Hals in die Nähe eines Nervengeflechtes (Plexus) verabreicht und die Nadel gleich danach wieder entfernt. Die betäubende Wirkung setzt relativ schnell ein und hält in der Regel weit über die Narkose hinaus an, so dass Sie auch nach der Operation davon profitieren. Darüber hinaus reduziert sich der Bedarf an Schmerzmitteln während der Vollnarkose dadurch erheblich.

3. Inguinale Nervus Femoralis Block bzw. 3 in 1 Blockade (nach Winnie)

Eine Blockade des Leistennerven (Nervus Femoralis) führen wir ebenfalls relativ häufig durch. Er wird z. B. eingesetzt zur Wund-versorgung an der Vorderseite des Oberschenkels, zur Schmerztherapie bei Oberschenkel oder Schenkelhalsbrüchen oder bei der Mobilisation nach solchen Frakturen.

Diese Blockade ist ebenfalls relativ leicht durchzuführen und arm an Risiken und Nebenwirkungen.

Inguinal

Es wird eine bestimmte Menge an örtlichem Betäubungsmittel mit Hilfe einer speziellen Kanülel in die Nähe des Leistennerven gebracht, der die Schmerzen im Bereich des vorderen und seitlichen Oberschenkels blockiert.

In Verbindung mit der sog. Anterioren Nervus Ischiadicus Blockade, die im nächsten Punkt beschrieben wird, ist er als Katheterverfahren sehr gut zur postoperativen Schmerztherapie geeignet. Anwendung finden diese Schmerztherapieverfahren besonders bei Operationen, bei denen eine Kniegelenksprothese eingesetzt werden muss. Dieses Verfahren kann darüber hinaus mit einer Vollnarkose oder rückenmarksnahen Anästhesie kombiniert werden.

4. Anteriore Nervus Ischiadicus Blockade (Vordere Ischias Blockade)

Anteri

Die vordere Blockade des Ischiasnerven muss mit Hilfe eines sog. Nervenstimulators durchgeführt werden, um eine korrekte Betäubung zu erreichen. Dazu wird die Betäubungsnadel mit einem Stimulationsgerät verbunden, dass niedrige Stromimpulse aussendet. Anhand der so ausgelösten Muskelzuckungen kann der Anästhesist erkennen, dass er an der richtigen Stelle ist und dort das örtliche Betäubungsmittel einsetzen bzw. den Katheter platzieren kann. Diese Technik wird bei uns als Katheter-Verfahren in Verbindung mit dem in 3. beschriebenen Nervus Femoralis Block bei Kniegelenksersatz Operationen eingesetzt und anschließend zur Schmerztherapie fortgeführt. Diese Methode gilt zur Zeit als Verfahren der Wahl bei diesen Eingriffen in Verbindung mit einer Vollnarkose oder einer rückenmarksnahen Anästhesie.






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