Herzmedizin im Schulterschluss

Uniklinik RWTH Aachen und St.-Antonius-Hospital Eschweiler gründen „Qualitätsverbund Interventionelle Kardiologie Aachen und Eschweiler“

Die Uniklinik RWTH Aachen hat gemeinsam mit dem St.-Antonius-Hospital Eschweiler den „Qualitätsverbund Interventionelle Kardiologe Aachen und Eschweiler“ gegründet. Ziel des Verbunds ist die Sicherstellung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen, vernetzten kardiologischen Versorgung auf Basis gemeinsamer Standards.

Das Aufgabengebiet der Interventionellen Kardiologie umfasst Eingriffe am Herzen, die mittels minimal-invasiver Kathetertechniken über einen arteriellen oder venösen Gefäßzugang erfolgen und so eine direkte Therapie an den Herzkranzgefäßen und den Herzklappen ermöglichen. Die Fachleute können diese Eingriffe in örtlicher Betäubung ohne Vollnarkose durchführen.

Für die Region in und um Aachen sind die Uniklinik RWTH Aachen und das St.-Antonius-Hospital Eschweiler die beiden durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifizierten Kliniken, an denen diese Techniken zum Einsatz kommen und in denen die interventionellen Therapiemöglichkeiten auch zur Notfallversorgung von Patienten mit Herzerkrankungen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung stehen. An beiden Kliniken arbeiten zahlreiche durch die DGK zertifizierte interventionelle Kardiologen und beide Kliniken sind zertifizierte Ausbildungsstätten für Interventionelle Kardiologie. Die Uniklinik RWTH Aachen und das St.-Antonius-Hospital Eschweiler, die räumlich eng beieinander liegen, wollen künftig für eine bestmögliche medizinische Versorgung auch inhaltlich gemeinsame Wege gehen.

Um die bestehenden Versorgungsstrukturen und -kompetenzen zu vernetzen und den höchstmöglichen Qualitätsstandard sicherzustellen, haben die beiden Kliniken für Kardiologie den „Qualitätsverbund Interventionelle Kardiologe Aachen und Region“ gegründet. Der Verbund ermöglicht die Etablierung und Umsetzung definierter Qualitätskonzepte sowie eine kooperative Weiterentwicklung durch abgestimmte Fortbildungsangebote. Ziel ist es, jedem Patienten die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen.

Der „Qualitätsverbund Interventionelle Kardiologe Aachen und Eschweiler“ steht für die Sicherstellung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochstehenden, vernetzten kardiologischen Versorgung. Damit gibt er auch eine Antwort auf die demographische Entwicklung und den weiter wachsenden Bedarf an Herzmedizin. Die Kooperation in einer tragfähigen kardiologischen Versorgungsstruktur nützt allen Beteiligten: an erster Stelle den Patienten, aber genauso den medizinischen Leistungserbringern im ambulanten und stationären Bereich – beispielsweise Kardiologen, niedergelassenen Ärzten und ambulanten Diensten. Die jeweilige Spezialisierung der beiden Standorte bleibt erhalten: So wird beispielsweise ein kathetergestützer perkutaner Aortenklappenersatz (TAVI) auch künftig innerhalb des Qualitätsverbunds an der Uniklinik RWTH Aachen stattfinden.


Qualität in der Praxis
Wie sich der Zusammenschluss zum Qualitätsverbund auf die tägliche Arbeit auswirkt, erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Nikolaus Marx, Direktor der Klinik für Kardiologie, Pneumologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen. „Wir werden gemeinsame Fallkonferenzen durchführen und verbindliche Qualitätsrichtlinien aufstellen. So wird eine hohe Behandlungsqualität für die kardiologischen Patienten der Städteregion Aachen gewährleistet.“ Zur Vermeidung von Komplikationen und zur Verbesserung der Patientensicherheit ist zudem ein „Critical Incidence Reporting System“ (CIRS) etabliert, das kritische Situationen systematisch erfasst und in regelmäßigen Konferenzen analysiert. Die Abteilungen veranstalten zahlreiche theoretische und praktische Workshops für Interventionskardiologen. Neben den regelmäßigen CIRS-Konferenzen ist die systematische Erfassung von Qualitätsdaten ein zentrales Instrument zur Qualitätssicherung.

Prof. Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital: „Die notfall- und intensivmedizinische Versorgung kritisch herzkranker Patienten steht ebenfalls im Fokus unserer gemeinsamen Strategie. Auch auf diesem Gebiet werden wir zukünftig noch enger zusammenarbeiten und die bestehenden Strukturen weiter optimieren und aufeinander abstimmen.“ Gemeinsame notfall- und intensivmedizinische Weiterbildungen im pflegerischen und ärztlichen Bereich runden das Konzept ab.

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