Herz und Gefäße trainieren - Training auch bei Durchblutungsstörungen der Beine

Nicht nur „für das Herz“, sondern auch „für die Beine trainieren“ ist das Prinzip in der Herz- und Gefäßsportgruppe, die sich wöchentlich zum gemeinsamen Sporttreiben im Verein Sport und Gesundheit am St.-Antonius-Hospital e.V. trifft.

Mit diesem Sportangebot möchte man eine Gelegenheit neben einem allgemeinen Training zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit z.B. nach einem Herzinfarkt  auch ein spezielles Training bei Durchblutungsstörungen der Beine anbieten. „Schaufensterkrankheit“ werden diese Durchblutungsstörungen gerne im Volksmund genannt, die besonders die Beine betreffen:
Bei Belastungen erhalten die Beinmuskeln aufgrund verengter Gefäße nicht genügend Sauerstoff und zwingen den Betroffenen, stehen zu bleiben, eine Pause einzulegen. Ursache ist ähnlich wie beim Herzinfarkt die zugrundeliegende „Arteriosklerose“.

Das Krankheitsbild der „peripheren arteriellen Verschlusskrankheit“ – PAVK – führt zu erheblichen Einschränkungen:
Die Gehstrecke bzw. „Wegebelastbarkeit“ im Alltag ist aufgrund dieser arteriellen Durchblutungsstörung oftmals massiv eingeschränkt. Häufig sind auch andere Gefäße betroffen – viele der Betroffenen haben bereits einen Herzinfarkt durchgemacht, wenngleich die Schmerzen in den Beinen im Alltag  häufig im Vordergrund stehen.

Ähnlich wie bei der koronaren Herzerkrankung ist auch bei der PAVK  ein spezielles Training in den Leitlinien zur Therapie fest verankert und wissenschaftlich untermauert. Seit über 25 Jahren besteht auch in Eschweiler die Möglichkeit, in einer Herz- und Gefäßtrainingsgruppe unter qualifizierter Anleitung an einem individuell dosierten Sportprogramm teilzunehmen.
Neben einem allgemeinen Kreislauftraining wird in dieser besonderen Gruppe ein variantenreiches Trainingsprogramm für die Beine durchgeführt – zahlreiche Geräte wie Ergometer, Step, Balance-Pads und Trainingsbänder unterstützen ein attraktives Training in der Gruppe, das nebenbei Spaß macht. Mit ausgewählten Übungen will man diesen Durchblutungsstörungen begegnen und den weiteren Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen:
Durch forcierte Belastung der betroffenen Muskeln kann die Entstehung von sogenannten „Umgehungskreisläufen“ um die verengten bzw. verschlossenen Arterien herum gefördert werden. In Gehtests wird zuvor die individuelle Trainingsbelastung ermittelt – Schmerzen sollen beim Training vermieden werden.

Tipps für das Training zuhause werden ebenfalls vermittelt. Abgerundet wird das Sportprogramm mit Sportspielen, bei denen alle mitmachen können und die eine langfristige Motivation zur Teilnahme am Training fördern.
Der Rehabilitationssport kann vom Arzt verordnet werden – die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten. Verordnungsformulare und weitere Informationen sind erhältlich im Zentrum für Gesundheit und Sport (Tel. 02403/76-1155).

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